© Sven Hoppe

FC Bayern mit «Minimalbesetzung nach Budapest

Frankfurt/Main (dpa) – Vereinspräsident Herbert Hainer reist nicht mit der Delegation des FC Bayern München zum Spiel um den europäischen Fußball-Supercup im Corona-Risikogebiet Budapest. Man habe angesichts der Sitution in der ungarischen Hauptstadt die ursprüngliche Planung angepasst, berichtete der 66-Jährige am Mittwoch bei der Veranstaltung «BILD100» in Frankfurt. «Wir haben uns entschlossen, nur mit der absoluten Minimalbesetzung nach Budapest zu gehen», sagte der ehemalige Adidas-Chef. Auch er bleibe zu Hause.

Der Triple-Sieger habe entschieden, nur Vereinsvertreter zu entsenden, die in Budapest auch wirklich arbeiten müssten. Mannschaft und Delegation fliegen im Verlauf des Mittwochs in getrennten Sondermaschinen nach Ungarn. Er werde die Partie am Donnerstag (21.00 Uhr/Sky und DAZN) daheim im Fernsehen anschauen, sagte Hainer.

Trotz hoher Infektionszahlen in Budapest soll die Partie zwischen Champions-League-Sieger Bayern und Europa-League-Gewinner Sevilla nach dem Willen der Europäischen Fußball-Union (UEFA) vor Fans ausgetragen werden. Bis zu 20 000 Zuschauer sollen in die Puskás Arena dürfen. «Die UEFA will wieder ein Stück Normalität in den Fußball bringen», kommentierte Hainer den Pilottest des Verbandes, auch in europäischen Wettbewerben wieder vor Publikum zu spielen. Eine Absage oder Spielverlegung wäre «nicht einfach» gewesen.

Trotz verschärfter Quarantäne-Bestimmungen bei der Rückkehr nach Bayern wollen auch Münchner Anhänger vor Ort live dabei sein. Von zunächst 2100 Bayern-Fans haben aber viele ihre Reise storniert. Hainer berichtete, dass die UEFA versichert habe, für bestmöglichen Gesundheits- und Hygieneschutz für Teams und Fans zu sorgen.