© Andreas Gebert

FC Bayern plant Diskussionsrunde mit Chef der WM 2022

Doha (dpa) – Der FC Bayern plant eine Gesprächsrunde über die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Vorgesehen sei, über die deutsche und katarische Gesellschaft zu diskutieren, über die Bedeutung der WM 2022 in Doha für das Land, den arabischen Raum, aber auch über die Kritik von Menschenrechtsorganisationen an Katar, hieß es am Freitag auf der Internetseite des Vereins.

Im Rahmen des Trainingslagers der Münchner in Doha hatte Bayern-Vorstand Andreas Jung den Generalsekretär des WM-Organisationskomitees, Hassan Al-Thawadi, getroffen. Dabei sei grundsätzlich vereinbart worden, dass der Verein Gastgeber eines Runden Tisches sein werde, an dem Al-Thawadi teilnimmt.

«Ziel ist ein sachlicher, direkter Dialog, in den stellvertretend FC Bayern-Fans, NGOs, die Stadt München als WM- und EM-Standort, Politiker und der Fußball eingebunden werden können», erklärte der deutsche Rekordmeister.

In Katar sprachen Jung und Sportdirektor Hasan Salihamidzic in der deutschen Botschaft auch mit Houtan Homayounpour, dem Büroleiter der Internationalen Arbeiter-Gewerkschaft. Diese Sonderorganisation der Vereinten Nationen unterhält seit 2018 ein Büro in Doha und unterstützt laut FC Bayern die katarische Regierung bei ihrer Arbeitsrechtsreform. An dem Gespräch nahm auch SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil teil.