Das Vereinswappen des FC Bayern München., © Sven Hoppe/dpa

FC Bayern stellt größte WM-Fraktion

Kein Verein auf der Welt stellt mehr WM-Fahrer ab als der FC Bayern München, die Fußball-Bundesliga schickt dagegen erneut «nur» die drittmeisten Spieler im internationalen Ligen-Vergleich nach Katar. Zwar stieg die Anzahl der Bundesliga-Spieler bei der am Sonntag beginnenden Weltmeisterschaft im Vergleich zum Weltturnier 2018 in Russland wieder an. Vor vier Jahren waren es nur 67 Profis aus Deutschland gewesen, nun sind es erfreuliche 80 aus der ersten und zweiten Liga – 17 davon alleine vom deutschen Rekordmeister. Das geht aus den offiziellen Kaderlisten hervor, die der Weltverband FIFA am Dienstag bekanntgab.

Seit 2010 in Südafrika (84) war die Zahl der WM-Spieler aus Deutschland sukzessive gesunken. 2014 in Brasilien waren es 77. Nun sind es wieder 13 mehr als noch in Russland. Allerdings stieg auch die Zahl der Kaderplätze von 23 auf nun 26 pro Nation. Das sind immerhin 96 Fußballer mehr, die bei der WM in diesem Jahr dabei sind. Dementsprechend wächst auch die Spielerzahl aus den anderen Ligen.

Unangefochtener weltweiter Top-Markt bleibt England. Aus den englischen Profiligen sind in Katar 156 Spieler dabei – fast doppelt so viele wie von spanischen Clubs (86). Die Fußballligen aus Spanien stellen damit weiterhin die zweitmeisten Spieler ab, aber nur noch fünf mehr als 2018. Aus den Bundesligen waren es vor vier Jahren 67 gewesen, der Zuwachs ist somit deutlich höher.

Platz drei im internationalen Vergleich nimmt Italien (70) ein. Und das, obwohl die Squadra Azzurra wie schon 2018 die Qualifikation zur WM nicht packte. Frankreich folgt mit 55 abgestellten Spielern auf Rang vier. Der Titelverteidiger ist auch das Land unter den europäischen Top-Nationen, das am wenigsten Spieler aus der eigenen Liga (6) in Katar dabei hat. Für viele sind «Les Bleus» auch in diesem Jahr wieder Favorit.

In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sehen 13 Prozent der Befragten Frankreich wieder als Favoriten vor Brasilien (10 Prozent) und Spanien (9). «Wir kommen als Titelverteidiger, also wissen wir, was von uns erwartet wird. Wie 2018 müssen wir die Spiele nacheinander angehen, jedes Spiel wird eine Herausforderung sein, und so haben wir die besten Chancen, im Wettbewerb weit zu kommen», sagte Bayerns Benjamin Pavard.

Pavard ist einer von 17 Spielern aus acht unterschiedlichen Ländern des deutschen Dauermeisters. Damit liegen die Bayern im weltweiten Ranking vor Manchester City und dem FC Barcelona (je 16) und kurioserweise dem SC al-Sadd aus Katar (15). Alleine 13 davon laufen freilich für das Team des WM-Gastgebers auf. Katar und Saudi-Arabien sind auch die beiden einzigen WM-Teilnehmer, deren Spieler ausschließlich im eigenen Land beschäftigt sind.

Wie 2018 nehmen die Schweiz und Japan die meisten Spieler aus Deutschland mit (jeweils 7). Dahinter folgen Dänemark und Frankreich mit je sechs WM-Teilnehmern aus der Bundesliga.