Spieler des FC Bayern München auf dem Spielfeld., © Matthias Balk/dpa/Archivbild

FC Bayern trainiert ohne erkältete Lewandowski und Müller

Auf den Beifall von Mitarbeitern und Fans musste Robert Lewandowski verzichten. Der Weltfußballer, um dessen Zukunft gerade viel spekuliert wird, fehlte am Dienstag im regnerischen München beim ersten Training nach dem nächsten Meisterstück des FC Bayern. Wie Offensiv-Kollege Thomas Müller ließ Lewandowski die Einheit wegen einer Erkältung aus.

Ob die Stammkräfte am Samstag im Auswärtsspiel gegen den FSV Mainz auflaufen können, bleibt abzuwarten. Ebenfalls nicht auf dem Rasen waren Dayot Upamecano aus Gründen der Belastungssteuerung und Kingsley Coman, der zuletzt Probleme am Sprunggelenk hatte.

Auf dem Weg zum Platz gingen deren auch im Regen bestens gelaunte Kollegen und Trainer Julian Nagelsmann durch ein Spalier der Amateurspieler. Aus den Fenstern der Bürogebäude schauten Mitarbeiter zu. Einige schwenkten Fahnen, andere schützten sich gegen den Regen mit Schirmen. Auch aus der Vorstandsetage und von den Fans am Spielfeldrand gab es Beifall.

Trainer Nagelsmann und Kapitän Manuel Neuer waren bei ihren Dankesworten über ein Megafon nur schwer zu verstehen. Applaus bekamen die beiden trotzdem. Coach und Torwart hoffen, dass es im nächsten Jahr mehr als die Meisterschaft zu feiern gibt. Die Münchner hatten den zehnten Meistertitel nacheinander am Samstag durch ein 3:1 im Topspiel gegen Borussia Dortmund vorzeitig gesichert. Insgesamt war es die 32. deutsche Meisterschaft des FC Bayern.

Für die ausstehenden drei Saisonspiele gegen Mainz (A), Stuttgart (H) und Wolfsburg (A) hatte Nagelsmann angekündigt, Fußballern aus der zweiten Reihe vermehrt Bewährungschancen geben zu wollen. «Wir haben einige Spieler, die mehr Spielzeit hätten sammeln können. Natürlich will ich sie für ihren Fleiß belohnen», sagte Nagelsmann. Sie sollen ihr «Minuten-Konto» füllen. Kandidaten dafür sind etwa Marc Roca, Tanguy Nianzou oder Eric Maxim Choupo-Moting.

Nagelsmann peilt mit seinem Ensemble drei Siege an. Ein Nachlassen kommt für ihn nicht in Frage. «Wir haben hier ja auch einen Job. Wir kriegen Geld dafür, dass wir performen. Die Zuschauer zahlen viel Geld für die Tickets. Wir sind beim FC Bayern und da geht es darum, in jedem Spiel eine ordentliche Leistung abzurufen», sagte der Coach.

Man habe noch «einige Ziele», betomte Nagelsmann: «Ich verlange von jedem Einzelnen, dass dieser Antrieb immer gegeben ist.» So jagen die Münchner noch die Torbestmarke. Bislang erzielten Lewandowski und Co. 92 Tore in dieser Bundesliga-Saison. Zweimal knackten die Bayern die Hundertermarke: 1971/72 erzielten sie 101 Tore. In der Spielzeit 2019/20 erreichten die Münchner exakt 100 Treffer.