RadioEINS https://www.radioeins.com Mein Zuhause. Meine Musik. Wed, 16 Sep 2026 08:20:26 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 «Fußball macht’s vor»: Wie oft Ski-WM ergibt Sinn? https://www.radioeins.com/fussball-machts-vor-wie-oft-ski-wm-ergibt-sinn-2034915/ Wed, 16 Sep 2026 08:17:36 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-692700 Von Intrigen, Machtspielen und sportpolitischen Winkelzügen wie bei der FIFA ist der Ski-Weltverband Fis zwar weit weg. Und auch Alexander Ospelt als frischer Präsident gilt bisher nicht gerade als Gianni Infantino des Wintersports. Und doch hat Ospelt, der erst im Juni in einer denkbar knappen Abstimmung den umstrittenen Amtsinhaber Johan Eliasch ablöste, mit der angedachten Kalender-Revolution für Kontroversen gesorgt und polarisiert.

Der Plan seiner Fis: Im alpinen und im nordischen Skisport sowie im Snowboard- und Freestyle-Bereich könnten künftig in jedem Nicht-Olympia-Jahr statt wie bislang nur in allen ungeraden Jahren Weltmeisterschaften stattfinden.

Neue Chancen für China und Südkorea?

Konkret: 2032 und 2036, vielleicht sogar schon kurzfristig 2028 würde es zusätzliche und bislang nicht eingeplante Titelkämpfe geben. «Der WM-Titel bedeutet für Athleten auch finanziell sehr viel. Die Gespräche gab es schon lang, wir würden das jedenfalls zugunsten der Athleten machen. Gleichzeitig geht es auch um kleinere Länder, die mit einer WM mehr neue Ziele hätten», begründete Ospelt – ein Anwalt aus Liechtenstein. Er nannte China, Japan und Südkorea als Beispiele für mögliche Ausrichter.

Ospelts Plan erinnert ein wenig an Eliaschs Idee der Fis-Games, der in just jenen Jahren (2028, 2032, 2036) alle Sportarten des Weltverbands bei einer Art Mini-Olympia bündeln wollte. Das neue Vorhaben geht aber von verschiedenen Austragungsorten aus. Womit die Fis offenbar nicht rechnete: Athleten, Ex-Athleten und Verbände reagierten kritisch und zurückhaltend auf die Vorschläge und die Art, wie die Fis diese präsentierte.

Österreichs Skiverband in der Opposition

«Wir waren schon etwas erstaunt, dass hier offenbar bereits eine grundsätzliche Richtung vorgegeben wurde», sagte Stefan Schwarzbach als Vorstandsmitglied des Deutschen Skiverbands (DSV) auf dpa-Anfrage. «Bei einer so weitreichenden Veränderung wäre es aus unserer Sicht vielleicht nicht ganz verkehrt gewesen, die nationalen Verbände in ihrer Rolle und Verantwortung als potenzielle Veranstalter noch intensiver einzubeziehen.»

Österreichs Skiverband, der aufgrund zahlreicher potenzieller Austragungsorte als einflussreich und bedeutend gilt, ging gar in die Opposition. Der Plan sei «aus sportlicher und strategischer Sicht nicht sinnvoll», hieß es vom ÖSV. Als Gründe nannte der Verband «Inflationierung» und «schleichende Entwertung des sportlichen Stellenwerts» einer WM. Auch deshalb kam es vergangene Woche in Innsbruck zu einem Treffen von Weltverband und ÖSV.

Möglicher Termin Anfang Februar

In anderen Wintersportarten ist diese Inflationierung bereits zu beobachten. So wird im Eishockey jedes Jahr, auch in Olympia-Jahren, ein Weltmeister gesucht. Beim Biathlon-Weltverband IBU ist der Rhythmus bereits so, wie ihn die Fis künftig plant. «Fast alles, was es zu oft gibt, ist schlecht», sagte Alpin-Olympiasieger Beat Feuz dem Schweizer «Blick». 

«Der Fußball macht’s vor: Alle zwei Jahre eine WM oder eine EM, dann schauen auch diese Leute hin, die sich sonst nicht interessieren. Es ist viel exklusiver», fügte Feuz an. Präsident Ospelt begrüßte die offene Debatte über den bislang nicht beschlossenen Plan. Er wolle nichts falsch machen und «alle in die neue Diskussion einbeziehen». Ziel sei ein konstanter und langfristiger Weltcup-Kalender «mit einer Anfang Februar fix integrierten WM», sagte der Präsident.

Deutscher Verband will «keine Blockade»

Selbstverständlich würde Deutschland als potenzieller Gastgeber von großen Events eine wichtige Rolle zufallen. «Eine höhere Frequenz darf am Ende nicht dazu führen, dass der sportliche Wert und damit auch die Bedeutung eines WM-Titels verwässert werden», sagte Schwarzbach. Beim Biathlon führe man diese Debatte derzeit genau andersherum – ob es nicht Sinn mache, nur alle zwei Jahren eine WM zu veranstalten statt in drei von vier Jahren.

«Unser Ziel ist ausdrücklich keine Blockade. Aber wir müssen vermeiden, dass eine gut gemeinte Veränderung des WM-Zyklus am Ende mehr schadet als nutzt. Deshalb braucht es eine gemeinsame Lösung, die dem Sport, den Athleten und auch den Veranstaltern nachhaltig einen Mehrwert bringt», betonte Schwarzbach. Was für die Fis wirtschaftlich interessant sei, sei nicht zwangsläufig auch für die nationalen Verbände attraktiv.

Offen ist auch, ob der neue Rhythmus zwingend für alle Fis-Sparten kommen müsste. Während der alpine Markt als groß gilt, ist der Kreis an Interessenten beim nordischen Skisport eher begrenzt. So sind die nächsten drei WM-Orte Falun (Schweden), Lahti (Finnland) und das bayerische Oberstdorf nach zehn beziehungsweise zwölf Jahren Pause schon wieder als Ausrichter am Zug. Die letzte WM außerhalb von Europa gab es 2007 im japanischen Sapporo.

Quelle: dpa

 

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Wegen Asylplan: Dorf will nicht mehr britisch sein https://www.radioeins.com/wegen-asylplan-dorf-will-nicht-mehr-britisch-sein-2034780/ Wed, 16 Sep 2026 08:06:04 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-692612 Unterstützt von der rechtsextremen Partei Restore Britain strebt ein kleines Dorf in England aus Protest gegen die Unterbringung von Asylsuchenden symbolisch die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich an. Die große Mehrheit der gut 350 Einwohnerinnen und Einwohner von Piddington stimmte bei einem rechtlich wirkungslosen Referendum entsprechend ab, wie britische Medien übereinstimmenden berichteten.

Zuvor hatte die Regierung Pläne veröffentlicht, das nahe gelegene ehemalige Militärgelände Bicester für zehn Jahre in eine Asylunterkunft umzuwandeln. Die maximale Kapazität soll bei rund 1.250 Menschen liegen.

Beim Referendum am Dienstag war Rupert Lowe, der Vorsitzende von Restore Britain, im Dorf zu sehen. Er gab zahlreiche Interviews. Lowe war 2024 für die rechtspopulistische Partei Reform UK ins Parlament gewählt worden, trat aber unter anderem nach Differenzen mit Reform-Chef Nigel Farage aus. Seitdem sitzt er als unabhängiges Mitglied im Unterhaus. Restore Britain wird politisch noch weiter rechts als Reform UK eingeordnet.

Migration als Wahlkampfthema

Migration ist in Großbritannien seit Jahren ein Wahlkampfthema. Insbesondere Reform UK erstarkte mit der Ankündigung eines strikteren Kurses. Den von der Regierung veröffentlichten Statistiken zufolge steigen die Einwanderungszahlen im Vereinigen Königreich jedoch nicht an. Im Gegenteil: Bei der Nettozuwanderung wurde im vergangenen Jahr ein deutlicher Rückgang verzeichnet.

Quelle: dpa

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Von der Leyen will eigenen Artikel 4 für die EU https://www.radioeins.com/von-der-leyen-will-eigenen-artikel-4-fuer-die-eu-2034771/ Wed, 16 Sep 2026 08:15:58 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-692582 EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will einen von der Nato unabhängigen Alarmmechanismus für Sicherheitskrisen unterhalb der Schwelle eines bewaffneten Angriffs schaffen. «Wir brauchen einen Mechanismus analog zum Artikel 4 des Nato-Vertrags», sagte die deutsche Spitzenpolitikerin in ihrer diesjährigen Rede zur Lage der Europäischen Union. Zudem kündigte von der Leyen ein Konzept für einen Europäischen Sicherheitsrat an.

Zu ihrem Vorstoß für einen europäischen Artikel-4-Mechanismus erklärte von der Leyen, dieser solle vorsehen, dass alle Mitgliedstaaten zusammenkommen, wenn ein Mitgliedstaat ihn auslöse. Gemeinsam solle dann eine europäische Antwort koordiniert werden, um gegen eine weitere Eskalation abzuschrecken und die Auswirkungen abzumildern.

Die EU verfüge bereits über viele Instrumente und verstärke die Zusammenarbeit mit der Nato, sagte von der Leyen in der Rede vor dem Europäischen Parlament in Straßburg. Aber die Doktrin, die Institutionen und die Entscheidungsfindung in der EU hätten nicht mit der neuen Realität Schritt gehalten.

«Unsere Systeme waren für eine andere Welt gemacht. Sie wurden von gut gemeinten Konsens- und Kompromissversuchen geprägt», fügte sie hinzu. Man brauche dringend einen Konsens darüber, wie auf bestimmte Vorfälle zu reagieren sei. Dabei gehe es um Vorfälle unterhalb der Schwelle eines bewaffneten Angriffs – die aber trotzdem eindeutig unsere nationale Sicherheit bedrohten.

Leipziger Sprengstoffdrohne als mahnendes Beispiel

Als ein Beispiel nannte von der Leyen unter anderem den Fall der am Flughafen Leipzig/Halle entdeckten Sprengstoffdrohne. «Wir müssen uns darüber im Klaren sein, was da geschehen ist. Ein Angriff mit militärischem Material, durchgeführt von russischen Agenten auf europäischem Boden», sagte sie. Solche Attacken könne man nicht zulassen.

«Cyberangriffe, Sabotage, Brandstiftung, Drohnenangriffe: inzwischen gibt es sie jeden Tag. Wenn also die Bedrohungslage ernster wird, muss auch die Abwehrbereitschaft Europas größer werden», sagte sie.

Schon Merkel wollte Sicherheitsrat

Zur bereits seit Jahren diskutierten Idee eines Europäischen Sicherheitsrats sagte sie, man habe mit Partnern wie Kanada, Norwegen, der Ukraine, Großbritannien lange über ein Format der Staats- und Regierungschefs diskutiert, das sich mit der Sicherheit des Kontinents befasse. Dies sei angesichts der Art und des Ausmaßes der aktuellen Bedrohungen jetzt noch dringlicher. Deshalb werde man demnächst konkret darlegen, wie ein Europäischer Sicherheitsrat Wirklichkeit werden kann.

Für einen Europäischen Sicherheitsrat hatte bereits 2018 die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel geworben. Damals war die Idee, dass ein kleineres, teilweise rotierend besetztes Gremium außen- und sicherheitspolitische Entscheidungen der EU schneller vorbereiten sollte.

Das Vorhaben wurde jedoch nie umgesetzt – unter anderem wegen ungeklärter Kompetenzen und der Sorge kleinerer EU-Staaten vor einem Direktorium der großen Länder. Angesichts des Ukraine-Kriegs, der wachsenden Unsicherheit über die Rolle der USA und der zunehmenden Bedeutung informeller Staatengruppen gewann die Idee zuletzt wieder an Dynamik. EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius schlug Anfang 2026 einen Rat von etwa zehn bis zwölf Mitgliedern vor. Anders als in früheren Modellen sollen inzwischen auch wichtige Nicht-EU-Partner wie Großbritannien, Norwegen und die Ukraine eingebunden werden.

Artikel 4 der Nato wurde neun Mal in Anspruch genommen

Der von Ursula von der Leyen als Vorbild für einen EU-Mechanismus erwähnte Artikel 4 sieht Beratungen vor, wenn sich ein Nato-Staat von außen gefährdet sieht. Konkret heißt es darin: «Die Parteien werden einander konsultieren, wenn nach Auffassung einer von ihnen die Unversehrtheit des Gebiets, die politische Unabhängigkeit oder die Sicherheit einer der Parteien bedroht ist.»

Seit Gründung des Bündnisses 1949 wurde Artikel 4 neun Mal in Anspruch genommen – zuletzt am 23. September 2025 auf Antrag Estlands, nachdem drei russische Kampfjets dessen Luftraum verletzt hatten. Die Konsultationen sind ein politisches Signal der Bündnissolidarität, können aber auch zu konkreten gemeinsamen Maßnahmen führen – etwa zusätzlicher Unterstützung bei Abschreckung und Verteidigung.

Konkret kündigte von der Leyen zudem auch ein neues europäisches Instrument für bestimmte militärische Schlüsselfähigkeiten an, die künftig stärker gemeinsam beschafft und aufgebaut werden sollen. Dabei geht es um sogenannte strategische Enabler – also Fähigkeiten, ohne die moderne Streitkräfte kaum wirksam eingesetzt werden können, etwa Flugabwehr, strategischer Lufttransport, Luftbetankung sowie Fähigkeiten im Weltraum und im Cyberbereich. Das neue europäische Instrument solle vollständig auf die Nato abgestimmt sein, fügte von der Leyen hinzu.

Quelle: dpa

 

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Ed Sheeran verliert nach Macklemore-Aus weitere Support-Acts https://www.radioeins.com/ed-sheeran-verliert-nach-macklemore-aus-weitere-support-acts-2034762/ Wed, 16 Sep 2026 07:38:37 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-692490 Nach dem Ausschluss von US-Rapper Macklemore wegen propalästinensischer Äußerungen wollen vier weitere Support-Acts nicht mehr bei der Tour von Popstar Ed Sheeran auftreten. «Ich würde jeden Respekt vor mir selbst verlieren, wenn ich einfach weitermachen würde wie bisher», teilte der irische Singer-Songwriter Aaron Rowe bei Instagram mit. «Free Palestine» schrieb der Musiker am Ende seines Statements.

Lukas Graham, der ebenfalls als Support-Act in den USA auftreten sollte, schrieb in einem Statement: «Wir sollten in der Lage sein, über Krieg zu sprechen, über getötete Zivilisten, über Kinder, die das Recht haben, aufzuwachsen. Wo auch immer sie leben.» Auch die Band Beoga und Finneas O’Connell, auch bekannt als enger Wegbegleiter seiner Schwester Billie Eilish, sagten ihre Teilnahme an den noch ausstehenden Tourdaten auf Instagram ab.

Berichten zufolge haben damit alle verbleibenden Support-Acts ihre Teilnahme abgesagt. Sheeran ist mit seiner «Loop»-Tour noch bis November in den USA unterwegs, danach sind Konzerte in Mexiko und Südamerika angesetzt.

Israeli-American Council startete Petition

Zuvor hatte Macklemore mitgeteilt, dass «Ed Sheeran und sein Team» ihn aus der Tour gestrichen hätten. Laut Medienberichten hatte der 43-Jährige auf Konzerten etwa gesagt: «Einer der Gründe, warum ich bei dieser Tour mitmachen wollte, war, dass ich hier auf Bühnen und in Stadien in ganz Amerika stehen und zwei Worte sagen kann, die mir sehr am Herzen liegen: Free Palestine.» 

Die Organisation Israeli-American Council (IAC) hatte laut Medien daraufhin eine Petition gestartet, in der sie Sheeran dazu aufrief, den Rapper auf seiner Tour nicht weiter auftreten zu lassen.

Das sagt Ed Sheeran

Ed Sheeran bezog ebenfalls Stellung: Das sei die Entscheidung des Tourveranstalters gewesen, nicht seine, schrieb Sheeran am Dienstag auf Instagram. Er selbst habe in den vergangenen Tagen ausgiebig unter anderem mit Vertretern der Veranstaltungsorte, dem Tourveranstalter und «Aktivisten auf beiden Seiten» gesprochen, um eine gemeinsame Lösung zu finden, aber ohne Erfolg. Unterdessen kündigten weitere Musiker an, nicht mehr im Rahmen von Sheerans Tour auftreten zu wollen.

Er sei «entsetzt» vom Nahost-Konflikt und dem Leid auf beiden Seiten, schrieb Sheeran weiter. «Ich habe meine persönliche Meinung zu diesem verheerenden Konflikt. Nur weil ich mich dazu nicht öffentlich äußere, heißt es nicht, dass ich diese nicht habe, und es heißt auch nicht, dass es mir egal ist.»

Quelle: dpa

 

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Queen-Drummer Roger Taylor: «Macht die Welt nicht kaputt» https://www.radioeins.com/queen-drummer-roger-taylor-macht-die-welt-nicht-kaputt-2034747/ Wed, 16 Sep 2026 07:30:27 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-692466 «Eigentlich spricht der Albumtitel schon für sich», sagt Roger Taylor (77) im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Violence Insane in a Beautiful World» heißt das siebte Soloalbum des Queen-Schlagzeugers. «Es gibt gerade so viel Gewalt auf der Welt, Kriege und das alles. Und trotzdem ist es eine schöne Welt. Ich will einfach nur sagen: Macht sie nicht kaputt.»

Auf den Beginn mit Vogelzwitschern, harmonischem Piano und den Stimmen des südafrikanischen Ndlovu Youth Choir in «A Beautiful World» folgen harte E-Gitarren, ein stampfendes Schlagzeug und eine verzerrte Stimme in «Violence Insane». Schönheit und Gewalt – «die beiden gehören irgendwie zusammen».

Was folgt, ist eine eklektische Mischung unterschiedlichster Songs, die sich über die Jahre angesammelt hätten. Die vorab veröffentlichte, mitreißende Single «Come on Summer (It’s Party Time)» mit dem südafrikanischen Ndlovu Youth Choir ist eines der Highlights auf dem vielseitigen Album.

Abrechnung mit Rechtspopulist Farage

Anders als mit Queen wird Taylor explizit politisch. «Ein Mann ohne Moral und echte Qualitäten», singt er in «Chump». Gemeint ist Nigel Farage, Parteichef der rechtspopulistischen Reform UK. «Da mache ich kein Geheimnis draus», so Taylor. «Ich kann es einfach nicht fassen, dass dieser furchtbare Mann auf gewisse Weise einer der mächtigsten Menschen der Welt ist.»

Bei Queen sei es um Unterhaltung gegangen, sagt Taylor, der für die Band Welthits wie «Radio Ga Ga» und «A Kind of Magic» schrieb. «Aber wenn man eine Soloplatte für sich selbst macht, kann man sagen, was man will. Da muss man sich keine Gedanken machen, was andere denken.» – das ist einfach deine eigene Meinung.»

Freundlichkeit, Liebe und Fotos vom Essen

Davon abgesehen ist «Violence Insane in a Beautiful World» ein überwiegend positives Album. «Irgendwann kommt eine Zeit, in der Freundlichkeit das Einzige ist, was zählt», singt Taylor in «What Really Matters». Die Erkenntnis sei ihm im Alter gekommen, erzählt der 77-Jährige. Freundlichkeit sei «einfach diese Riesen-Superkraft».

«I See You Now» ist eine Liebeserklärung an seine Ehefrau Sarina. «Sie ist wahrscheinlich der netteste Mensch, den ich kenne.» Die andere Ballade des Albums ist eine Coverversion von John Lennons «Jealous Guy».

Amüsant ist «Don’t Photograph Food», mit dem sich der Schlagzeuger über die Social-Media-Nutzer lustig macht. Er singt über Simpsons-Wolken – eine Anspielung auf den Vorspann der Kultserie, über schnelle Autos und Essen. «Fotografiert nicht das Essen», sagt er und lacht. «Ich weiß, wie das aussieht.»

Mit seiner markanten Stimme sang Roger Taylor auch schon einige Queen-Songs. Leadsänger habe er aber nie sein wollen. «Wir hatten schließlich Freddie Mercury», sagt er. «Ich wollte einfach nur in einer Band sein.» Solo klingt Taylor aber auch ziemlich gut.

Quelle: dpa

 

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Umfrage: AfD in Mecklenburg-Vorpommern zwei Punkte vor SPD https://www.radioeins.com/umfrage-afd-in-mecklenburg-vorpommern-zwei-punkte-vor-spd-2034732/ Wed, 16 Sep 2026 07:52:13 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-692463 Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag holt die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig einer Umfrage im Auftrag der «Bild»-Zeitung zufolge weiter auf. Nach der repräsentativen Insa-Umfrage kommt die AfD auf 37 Prozent. Die SPD legt erneut zu und erreicht 35 Prozent. Die weiteren Parteien folgen demnach mit großem Abstand. Die Linke kommt auf 10 Prozent. Die CDU steckt weiter bei nur 7 Prozent fest – ähnlich wie in kürzlich veröffentlichten Umfragen anderer Meinungsforschungsinstitute. Es wäre das schlechteste Ergebnis bei einer Landtagswahl seit Gründung der Bundesrepublik. 

Die Grünen kämen der Umfrage für die «Bild» zufolge mit 5 Prozent gerade über die Fünfprozenthürde. Das BSW kommt auf 3 Prozent und würde demzufolge den Einzug in den Landtag verpassen. 

Bei der Landtagswahl 2021 waren die Sozialdemokraten mit 39,6 Prozent noch stärkste Kraft geworden. Die AfD kam damals auf 16,7 Prozent, die CDU auf 13,3, die Linke auf 9,9, die Grünen auf 6,3 und die FDP auf 5,8 Prozent der Stimmen. Schwesig regiert das Land seither zusammen mit den Linken. Der Umfrage zufolge wäre eine rot-rote Koalition nicht mehr möglich. Gemeinsam mit den Grünen könnten die bisherigen Regierungsparteien aber rechnerisch weiterregieren. Für eine AfD-Alleinregierung würde es nicht reichen. 

Das Institut hatte im Zeitraum von 8. bis 15. September 1.000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ab 16 Jahren online befragt. Es gibt die Fehlertoleranz mit plus/minus 3,1 Prozentpunkten an.

In einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der ARD kam die SPD in MV jüngst auf 33 Prozent hinter der AfD mit 38 Prozent. Die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF sah die SPD bei 34 Prozent und die AfD bei 37 Prozent. In beiden Umfragen lag die CDU ebenfalls bei 7 Prozent. Die Linkspartei kam bei Infratest dimap auf 9 und bei der Forschungsgruppe Wahlen auf 10 Prozent. Die Grünen lagen in beiden Umfragen bei 5 Prozent, das BSW bei 4 Prozent.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungen die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Quelle: dpa

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Sieben Verletzte nach Kleinbus-Unfall in Sonnefeld https://www.radioeins.com/sieben-verletzte-nach-kleinbus-unfall-in-sonnefeld-2034723/ Wed, 16 Sep 2026 07:28:24 +0000 https://www.radioeins.com/?p=2034723 Bei einem schweren Unfall in Sonnefeld sind am frühen Mittwochmorgen sieben Menschen verletzt worden. Eine 26-Jährige kam mit einem voll besetzten Kleinbus in der Martin-Luther-Straße von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Hausecke. Drei Insassen wurden schwer, vier weitere leicht verletzt. Am Fahrzeug entstand Totalschaden, auch die Hausmauer wurde beschädigt. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die Fahrerin wegen Sekundenschlafs die Kontrolle verloren hat. Der Gesamtschaden liegt bei mindestens 40.000 Euro.

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Ukraine: Drohne tötet fünf Menschen in Bus – Zug getroffen https://www.radioeins.com/ukraine-drohne-toetet-fuenf-menschen-in-bus-zug-getroffen-2034702/ Wed, 16 Sep 2026 07:23:39 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-692423 Ein russischer Drohnenangriff hat im Süden der Ukraine mindestens fünf Menschen in einem Linienbus in den Tod gerissen. Außerdem seien mindestens sieben Passagiere bei dem feindlichen Angriff in der Region Nikopol verletzt worden, teilte der Gouverneur des südostukrainischen Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. «Die sieben Verletzten befinden sich derzeit in ärztlicher Obhut. Sie erhalten alle notwendige Hilfe», sagte er. Er warf Russland Terror vor und veröffentlichte auch ein Foto von dem getroffenen Bus, an dem Blutspuren zu sehen sind.

Auch die ukrainische Hauptstadt Kiew meldete erneut russische Angriffe. Es stünden Lagerhallen in Flammen und es gebe einen Verletzten, teilten die Behörden mit.

Personenzug Kiew-Mykolajiw getroffen

Im Gebiet Mykolajiw berichtete die ukrainische Eisenbahngesellschaft vom Einschlag einer Drohne in den Personenzug Nr. 122 auf der Strecke Kiew-Mykolajiw. Die Insassen konnten sich demnach alle rechtzeitig in Sicherheit bringen. Niemand sei verletzt worden, hieß es. Der Zug geriet demnach in Brand. 

Russland hatte seine Angriffe auf Züge und Eisenbahnanlagen zuletzt intensiviert. Die Ukraine beklagt, dass Hunderte Lokomotiven beschädigt oder zerstört worden seien und ersetzt werden müssen.

Die ukrainische Flugabwehr bestätigte am Morgen den Einschlag mehrerer Drohnen. Insgesamt habe Russland mit 80 Flugobjekten angegriffen. Davon seien mehr als 60 unschädlich gemacht worden.

Quelle: dpa

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Frei: Merz auch nach Landtagswahlen unumstößlich Kanzler https://www.radioeins.com/frei-merz-auch-nach-landtagswahlen-unumstoesslich-kanzler-2034693/ Wed, 16 Sep 2026 07:12:53 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-692349 Unionsfraktionschef Thorsten Frei hat Zweifel am Rückhalt von Bundeskanzler Friedrich Merz in der eigenen Partei zurückgewiesen. Wenige Tage vor den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sagte Frei im «Frühstart» von RTL und ntv, er sei sich sicher, dass Merz auch in einer Woche noch unumstößlich Partei- und Regierungschef sei. Die Fraktion stehe hinter dem Kanzler. 

Zugleich räumte Frei ein, dass die schwachen Umfragewerte und die jüngsten Wahlergebnisse Folgen für die Stimmung in Partei und Fraktion hätten. «Das will ich gar nicht in Abrede stellen», sagte der CDU-Politiker. Entscheidend sei, bei Reformen weiterzukommen.

Dass Merz kommende Woche nicht zur UN-Vollversammlung nach New York reist, wertete Frei als richtig. Es gebe in Deutschland «jede Menge Aufgaben», etwa in der Gesundheits-, Renten- und Pflegepolitik sowie beim Haushalt. Die Debatte über die Person des Kanzlers sei Ausdruck einer verunsicherten Lage – innerparteilich wegen der Wahl- und Umfrageergebnisse. Gelinge eine wirtschaftliche Wende, würden sich auch viele andere Themen auflösen lassen – «selbstverständlich» auch die Diskussion um Merz.

Quelle: dpa

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«Gentle Monster»: Das gelungene Cannes-Debüt von Jella Haase https://www.radioeins.com/gentle-monster-das-gelungene-cannes-debuet-von-jella-haase-2034684/ Wed, 16 Sep 2026 06:30:05 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-692213 Jella Haase kann auch ganz anders. Viele kennen die Berliner Schauspielerin als freche Chantal aus der «Fack Ju Göhte»-Reihe oder als Ex-DDR-Spionin in der Netflix-Serie «Kleo». Jetzt zeigt sie sich von einer deutlich ernsteren Seite. In dem vielschichtigen Drama «Gentle Monster» ermittelt die 33-Jährige als Polizistin in einem Fall von Kindesmissbrauch.

Vor einigen Monaten feierte der Film der österreichischen Regisseurin Marie Kreutzer («Corsage») im renommierten Cannes-Wettbewerb seine Weltpremiere. Für Haase war es ebenfalls ein besonderer Moment: Ihr erstes Mal in Cannes.

In «Gentle Monster» spielt sie die Sonderermittlerin Elsa Kühn bei der Münchner Polizei, die für den Bereich sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Pädokriminalität zuständig ist. Eines Tages steht sie mit einem Durchsuchungsbeschluss vor der Tür des jungen Paars Lucy und Philip Weiss (Léa Seydoux und Laurence Rupp), das einen kleinen Sohn hat.

Perspektive der Betroffenen, nicht des Täters

Ungläubig fragt Lucy anfangs: «Hast du eine Bank gehackt?» Doch die Ermittlungen gehen in eine andere Richtung. Der Vorwurf: Philip soll unter dem Deckmantel «Gentle Monster 87» kinderpornografisches Material auf seinem Computer gespeichert und weitergegeben haben. 

Regisseurin Kreutzer zeigt die Perspektive der Betroffenen, kein Psychogramm des Täters, was den Film so interessant macht. Die Kamera fängt Seydoux fast dokumentarisch ein, wie sie verzweifelt nach Antworten sucht, sich wütend, verletzlich und panisch zeigt. Sie will ihrem Mann glauben, der behauptet, er habe das Material nur zur Recherche für eine Doku oder für das Geld gesammelt. Hat er auch dem gemeinsamen Sohn etwas angetan?

«Gentle Monster» wirft die Frage auf, wie gut man einen nahestehenden Menschen wirklich kennt. Es geht um Loyalität und Verdrängung. Was sich nicht zuletzt an Haases Figur zeigt, der zweiten Erzählebene im Film, die ruhig etwas ausführlicher hätte sein können. Während Elsa beruflich sexualisierte Gewalt verfolgt, ist sie privat selbst mit männlicher Grenzüberschreitung konfrontiert – etwa im Umgang mit ihrem dementen Vater (Sylvester Groth), der seine weibliche Pflegekraft belästigt.

Was Haase durch Gespräche mit Polizisten gelernt hat

Haase sagte der Deutschen Presse-Agentur in Cannes, es sei schon schwierig gewesen, sich auf die Rolle von Elsa einzulassen, «weil es auch Figuren gibt, die einem näher liegen». Wenn es um ernste Themen gehe, spüre sie immer eine große Verantwortung, dem gerecht zu werden. Sie spielt die Ermittlerin, die weiblichen Deutschrap hört und abends zockt, nüchtern und abgeklärt, gleichzeitig aber auch empathisch. In Vorbereitung auf die Rolle habe sie mit Polizistinnen und Polizisten sprechen dürfen, die im Bereich Pädokriminalität ermitteln.

«Die haben uns eben erklärt, wie viel sie zu tun haben und dass es leider zum Alltag gehört. Fall nach Fall, Schicksal nach Schicksal. Dadurch ist mir die Dimension erst bewusst geworden und klar geworden, wie genau man hingucken muss und wie präventiv man agieren muss. Wie man Kinder vielleicht darüber aufklärt: Was ist eigentlich eine Grenze? Wer darf mich eigentlich anfassen, wer darf mir über den Kopf streicheln?»

Im Film jedenfalls fragt Lucy sie an einer Stelle, wie sie ihren Beruf aushalte. Elsas Antwort: «Es ist der beste Job, den ich jemals hatte. Es ist der Erste, der Sinn macht».

Quelle: dpa

 

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