RadioEINS https://www.radioeins.com Mein Zuhause. Meine Musik. Sun, 03 May 2026 02:50:11 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Trump will «weit mehr» als 5.000 Soldaten abziehen https://www.radioeins.com/trump-will-weit-mehr-als-5-000-soldaten-abziehen-1817655/ Sun, 03 May 2026 02:44:41 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260503-930-25747 US-Präsident Donald Trump hat den Abzug von US-Soldaten aus Deutschland bekräftigt. «Wir werden stark reduzieren, und zwar um weit mehr als 5.000 (Soldaten)», sagte er auf dem Flughafen in Palm Beach im US-Bundesstaat Florida auf eine Reporterfrage. Am Freitag hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth den Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland angeordnet. Er solle in den nächsten sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein. 

Derzeit sind rund 39.000 Soldaten in Deutschland stationiert. Das US-Verteidigungsministerium machte deutlich, die Abzugs-Entscheidung folge einer Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa. Trump hatte erst kürzlich angekündigt, einen solchen Schritt zu prüfen. Zuvor richtete er Kritik an Kanzler Friedrich Merz (CDU), nachdem dieser sich kritisch zum US-Krieg gegen den Iran geäußert hatte.

Pistorius um Deeskalation bemüht

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bemühte sich derweil um Deeskalation. Er hob die weiter bestehenden gemeinsamen Interessen hervor. «Die Präsenz amerikanischer Soldaten in Europa und besonders in Deutschland ist in unserem Interesse und im Interesse der USA», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. 

Zugleich machte er deutlich, dass die Entscheidung nicht unerwartet komme. Klar sei, dass die Nato europäischer werden müsse, um transatlantisch bleiben zu können. «Wir Europäer müssen mehr Verantwortung für unsere Sicherheit übernehmen», sagte Pistorius. Deutschland sei dabei auf einem guten Weg.

Derweil versuchte die Nato, sich mehr Klarheit zu verschaffen. «Wir arbeiten mit den USA zusammen, um die Details ihrer Entscheidung zur Truppenpräsenz in Deutschland zu ergründen», teilte eine Sprecherin auf der Plattform X mit. 
«Kein Grund zur Panik, aber weiterer Weckruf»

Dutzende US-Militärstützpunkte in Europa

In Europa gibt es seit Jahrzehnten Dutzende große US-Militärstützpunkte. Bei Einsätzen der Amerikaner etwa im Nahen Osten sind sie von großer Bedeutung. In Deutschland gehören dazu das US-Oberkommando für Europa in Stuttgart und als Drehkreuz der US-Luftwaffe der Flugplatz Ramstein in Rheinland-Pfalz.

Laut einem Bericht der «New York Times» unter Berufung auf Quellen im US-Verteidigungsministerium ist nicht geplant, im rheinland-pfälzischen Landstuhl oder anderen medizinischen Einrichtungen für US-Streitkräfte unmittelbar Personal abzubauen.

Aktuell sind nach Angaben des US-Militärs von Mitte April 86.000 Soldaten in Europa stationiert – davon 39.000 in Deutschland. Die Zahl verändert sich regelmäßig, auch wegen Rotationen und Übungen. Die Zahl von 5.000 Soldaten gilt daher nicht als besonders gravierend. 
 
Merz und Trump pflegten monatelang ein recht gutes Verhältnis. Mit Blick auf den Iran-Krieg schlug der Kanzler aber öffentlich zusehends kritische Töne an. Bei einer Diskussion mit Schülern sagte er kürzlich, die USA könnten den Krieg nicht schnell beenden, «weil die Iraner offensichtlich stärker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie haben». Trump attackierte Merz danach persönlich: «Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!», schrieb er auf der Plattform Truth Social.

Quelle: dpa

 

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Der Wal und das Meer: Was wir wissen – und was nicht https://www.radioeins.com/der-wal-und-das-meer-was-wir-wissen-und-was-nicht-1817616/ Sun, 03 May 2026 02:01:04 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260503-930-25699 Der mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandete Buckelwal wurde in der Nordsee freigesetzt, so viel steht fest. Ob das Tier nun «Timmy», «Hope» oder sonst wie genannt wird – die tagelange Reise des Schiffskonvois der privaten Initiative verfolgten Tausende Menschen, auch über die deutschen Grenzen hinaus. Knapp 24 Stunden später bleiben aber etliche Fragen offen. 

Was wir wissen

  • Das Tier wurde am Samstagmorgen in der Nordsee freigesetzt. Das geht aus den Angaben der Initiative sowie aus den Livebildern des Anbieters News5 hervor. Der Lastkahn, in dem der Wal transportiert wurde, ist leer. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe um kurz nach 09.00 Uhr befand sich der Konvoi etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt im Skagerrak.
  • Das Begleitschiff «Robin Hood» und der Schlepper «Fortuna B» verließen diese Position. Im Verlauf des Samstags näherten sie sich der dänischen Küste, ehe sich ihre Wege trennten.
  • Zahlreiche Experten halten an ihrer sehr kritischen Bewertung fest. Bereits die Bergung war gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen erfolgt. «Wir können den Wunsch, dem Tier zu helfen, nachvollziehen, schätzen seine Überlebenschancen aber als minimal ein», sagte Thilo Maack von der Naturschutzorganisation Greenpeace. Die mehrfache Strandung gilt als klares Anzeichen dafür, dass der Wal krank war, als er die deutsche Küste erreichte. Weiterhin wird davon ausgegangen, dass das Tier extrem geschwächt ist.
  • Das Interesse an dem Buckelwal ist groß. Die Livebilder wurden tausendfach aufgerufen, in den sozialen Medien überschlugen sich die Kommentare – mit einer Bandbreite von genervt über emotional bis hin zu fanatisch. Der Wal ist in den vergangenen Wochen für eine Reihe von Menschen zu einer Art Symbol geworden – wofür genau, ist je nach Deutung unterschiedlich.
  • Sollte der Wal an der dänischen Küste stranden, wird es keine erneute Bergung geben. Strandungen seien «ein natürlich vorkommendes Phänomen» und Wale sollten generell «nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört» werden, teilte das dänische Umweltministerium der Deutschen Presse-Agentur mit. Ähnlich dürften sich Schweden und Norwegen verhalten.

Was wir nicht wissen

  • Die Position des Wals nach der Freisetzung ist zumindest öffentlich nicht bekannt. Die Initiative hatte angegeben, dass ein Peilsender an dem Tier angebracht worden sei. Eigentlich sollten die Daten dem Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung gestellt werden. Zumindest am Samstagmittag war das nicht geschehen.
  • Offen ist deshalb, ob der Sender funktionsgerecht angebracht wurde und Signale sendet. «Wenn sich bewahrheitet, dass der Peilsender keine Daten liefert, wäre das eine Katastrophe, auch für das „Rettungsteam“», teilte der Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter mit.
  • Auf Drohnenbildern von News5 war am Samstag zeitweise ein im Wasser schwimmender Wal zu erkennen – ob es sich tatsächlich um das freigesetzte Tier handelte, ließ sich nicht gesichert sagen.
  • Zum Gesundheitszustand des Wals zum Zeitpunkt der Freisetzung liegen keine offiziellen Angaben vor. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus sagte bei News5, es sei eigentlich vereinbart gewesen, dass ein Videosystem auf dem Transportschiff installiert werde, damit beauftragte Tierärzte den Wal weiter beobachten könnten. Das sei aber nicht erfolgt.

  • Von den finalen Momenten der Freisetzung existieren keine öffentlich zugänglichen Videoaufnahmen. Es ist deshalb offen, wie der Wal aus dem Transportschiff bugsiert wurde. Teile der Initiative kritisierten am Samstag, die Schiffsbesatzung sei grob vorgegangen. Die Bereederungsgesellschaft des Begleitschiffs «Robin Hood» sprach in einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, von einem Erfolg. Die Freisetzung sei in Abstimmung mit allen Beteiligten erfolgt, hieß es.
  • Noch keine Angaben gibt es zu den Kosten der aufwendigen Aktion über mehrere Tage auf hoher See. Finanziert wurde das Vorhaben von der aus dem Pferdesport bekannten Unternehmerin Karin Walter-Mommert und dem Mediamarkt-Gründer Walter Gunz. Innerhalb der Initiative war es in den vergangenen Tagen immer wieder zu Unstimmigkeiten gekommen, ein Teil des Personals wurde ausgetauscht.
  • Kaum abzuschätzen ist, ob tatsächlich zu einem späteren Zeitpunkt von einer «Rettung» gesprochen werden kann. Nur mit Trackingdaten und damit dem jeweiligen Aufenthaltsort des Wals ließe sich transparent machen, ob sich das Leiden des Wals auf dieser Reise gelohnt hat, sagte Greenpeace-Experte Maack. Ritter erklärte, nach der langen Liegezeit sei fraglich, ob der Wal noch normal schwimmen und tauchen könne. Auch die Frage nach der Nahrungsaufnahme stelle sich wegen der in seinem Maul gefundenen Netzreste. Der Wal sei allen Anzeichen nach alles andere als fit.

Quelle: dpa

 

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Warum mitten in Bamberg eine Fähre unterwegs ist https://www.radioeins.com/warum-mitten-in-bamberg-eine-faehre-unterwegs-ist-1817595/ Sun, 03 May 2026 02:00:19 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260503-930-25658 Sozialprojekt, Touristenmagnet – und auch noch eine ganz praktische Einrichtung, um die Regnitz zu überqueren: In Bamberg verkehrt seit Jahren eine Fähre. In den Frühjahrs- und Sommermonaten bringt sie nicht nur Menschen von einem Ufer ans andere, sondern tut quasi auch Gutes: Entstanden ist das Projekt unter Federführung des Don Bosco Jugendwerks. Und: «Sie ist nicht mehr wegzudenken aus dem Stadtbild», sagt Projektleiter Felix Ströhlein. 

Die Erlöse, die durch den Fährbetrieb entstehen, fließen in die Arbeit mit jungen Menschen in schwierigen Lebenslagen. 

Vor vielen Jahrzehnten gab es an der Stelle, an der heute die Fähre ab- und anlegt, einen Fußgängersteg. Später kam die Idee des Bürgervereins Mitte auf, doch eine Fähre fahren zu lassen. Denn ein festes Bauwerk direkt vor dem Künstlerhaus Villa Concordia hätte der Barock-Kulisse vermutlich nicht wirklich gutgetan. 

80 Ehrenamtliche teilen sich die Schichten, um täglich von 10.30 bis Sonnenuntergang für den Fährbetrieb zu sorgen, wie Ströhlein sagt. Die Idee, Jugendliche in schwierigen Lebenslagen aus dem Projekt «Zahltag» miteinzubinden, funktioniere aktuell nicht so gut, erläutert Ströhlein. Deren Betreuung sei inzwischen so komplex, dass ein Einsatz auf der Fähre oft nicht möglich ist. Die Bedarfe hätten sich geändert. Aber: «Die Fähre hat sich so etabliert, sie ist ein Multiplikator für unser Tun.» Und die Einnahmen gehen ins Projekt. 

Künftig sei es angedacht, auch Jugendliche auf der Fähre zu beschäftigen, die gemeinnützige Arbeit ableisten müssten. Sie könnten dann ihre Sozialstunden beispielsweise nach der Schule dort ableisten, sagt Ströhlein.

Quelle: dpa

 

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Kugelfisch essen? Für Marteria kein Problem https://www.radioeins.com/kugelfisch-essen-fuer-marteria-kein-problem-1817550/ Sun, 03 May 2026 01:59:04 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260503-930-25619 «Du bist mein Kugelfisch. Du bist mein pures Gift», rappt Marteria auf seinem kürzlich erschienen Album und weiter, «alle sagen, tu‘ es nicht». Doch wenn es um den Verzehr dieser bei falscher Zubereitung potenziell tödlichen Fischart geht, hat es der Musiker bereits getan: «Ja, natürlich. Kugelfisch-Sashimi in Tokio. Bei meinem ersten Mal in Tokio habe ich Kugelfisch gegessen», erzählte der Musiker der Deutschen Presse-Agentur.

Das ist seiner Ansicht nach auch keine besondere Gefahr. «Weil man dem Koch ja vertraut», sagte der 43-Jährige. «Wenn Du das natürlich richtig machst, ist es einfach ein Fisch.» 

Damit Kugelfisch nicht die letzte Mahlzeit bleibt, kommt es entscheidend auf die Zerlegung des Fisches an. Besonders gefährlich sind die Eierstöcke und die Leber, sie enthalten das Gift Tetrodotoxin, abgekürzt TTX. Je nach Art gibt es dabei Unterschiede.

In den meisten japanischen Provinzen benötigen Köche eine spezielle Lizenz zur Zubereitung des Fisches. 

Marteria: «Natur kann auch anders.»

Marten Laciny, wie der Musiker mit bürgerlichem Namen heißt, ist selbst passionierter Angler und weiß: «Es gibt ja nicht nur den Kugelfisch, der giftig ist. Es gibt ja viele Fische, Feuerfische oder so, da muss man genauso aufpassen.»

Im Lied «L.I.E.B.» ist der Kugelfisch ein Sinnbild für eine vermeintlich zum Scheitern verurteilte und schmerzhafte Liebesbeziehung: «Deine Liebe tut weh, doch is‘ okay, denn zu mir passt das», rappt er.

Aber nicht nur die Liebe oder giftige Fische können gefährlich sein, wie der gebürtige Rostocker der dpa erklärte: «Wir können einfach zusammen in die Rostocker Heide gehen und ich kann Dir drei Pilze zeigen, wo Du innerhalb von einem Tag tot bist. Also Natur kann auch anders.»

Quelle: dpa

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Unwetter befürchtet: Formel-1-Rennen in Miami beginnt früher https://www.radioeins.com/unwetter-befuerchtet-formel-1-rennen-in-miami-beginnt-frueher-1817541/ Sun, 03 May 2026 01:09:29 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260503-930-25551 Das Formel-1-Rennen von Miami wird wegen eines befürchteten Unwetters vorgezogen und beginnt heute schon um 19.00 Uhr MESZ. Ursprünglich hätte der vierte Grand Prix des Jahres um 22.00 Uhr MESZ starten sollen. Da aber möglicherweise auch Blitzeinschläge drohen, entschieden sich die Regelhüter der Motorsport-Königsklasse für einen früheren Beginn des Rennens in Florida.

Das liegt nicht zuletzt an lokalen Vorschriften zu Gewitter und Blitz. Sollte es innerhalb eines überschaubaren Umkreises um die Rennstrecke herum blitzen, müsste das Event unterbrochen werden, die Anwesenden müssten Schutz suchen. Das wollen die Veranstalter vermeiden.

Notfallplan in der Schublade

Im vergangenen Jahr zwangen drohende Unwetter die Regelbehörde dazu, mehr als zwei Stunden vor dem Rennstart ein Protokoll herauszugeben, sollte die Strecke wegen Blitzeinschlags evakuiert werden müssen. Die Wetter-Prognose trat am Ende aber nicht ein. Oscar Piastri im McLaren gewann dann das Rennen. Diesmal startet Kimi Antonelli im Mercedes von ganz vorn.

Der Motorsport-Weltverband Fia sieht sich vorbereitet für die Auswirkungen durch das Klima. Man beobachte die Wetterlage sehr genau, erklärte ein Sprecher zu Beginn des Wochenendes. Nach den Erfahrungen des vergangenen Jahres gebe es ohnehin einen Notfallplan, den man bei Bedarf aktivieren könne.

Quelle: dpa

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Chuba: «Therapie sollte kein Makel sein» https://www.radioeins.com/chuba-therapie-sollte-kein-makel-sein-1817532/ Sun, 03 May 2026 00:23:04 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260503-930-25536 Popstar Nina Chuba rät Menschen in psychischen Ausnahmesituation zu Hilfsangeboten. «Therapie sollte kein Makel sein. Für mich zeigt das eher Stärke und Selbstreflexion», sagte die 27-Jährige dem «Stern». Sie finde es befreiend, wenn Menschen offen sagten, dass es ihnen schlecht gehe oder dass sie Unterstützung brauchten. 

Sie selbst habe einmal in einem teuren Songwriting-Camp gemerkt, wie ihre Verfassung kippte. «Ich konnte morgens plötzlich nicht mehr aufstehen. Ich lag im Zimmer, war traurig, habe viel geweint und mich zu nichts aufraffen können. Das kannte ich so von mir nicht. Da war klar: Das ist nicht einfach nur Erschöpfung», berichtete die Sängerin. «Ich habe mir selbst enormen Druck gemacht.» 

«Ich empfehle es jedem» 

Sie habe damals «unbedingt fürs zweite Album arbeiten» wollen, aber nur ein Song sei entstanden. «Ich habe sofort mit meinem Management gesprochen und gesagt: Ich brauche Therapie. Die haben mir direkt geholfen.» Seit zweieinhalb Jahren sei sie nun in Therapie, «ich empfehle es jedem». 

Nina Chuba zählt zu den erfolgreichsten Pop-Künstlerinnen Deutschlands. Die Musikerin aus Wedel wurde 2022 mit ihrem Song «Wildberry Lillet» bekannt. Seither hat sie sich mit zahlreichen Hits in den Charts etabliert – darunter der Song «Fucked Up», den sie mit dem Musiker Makko aufgenommen hat, sowie «Wenn das Liebe ist».

Quelle: dpa

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Trump kündigt Überprüfung eines Iran-Plans für Kriegsende an https://www.radioeins.com/trump-kuendigt-ueberpruefung-eines-iran-plans-an-1817523/ Sun, 03 May 2026 02:18:36 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260502-930-25502 US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, einen vom Iran übermittelten Plan für ein Ende des Kriegs prüfen zu wollen. Allerdings könne er sich nicht vorstellen, dass dieser Plan akzeptabel sein werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Iran habe «noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt (…), was er der Menschheit und der Welt in den letzten 47 Jahren angetan hat», begründete er seine Prognose. Zugleich warnte Trump, es bestehe weiter die Möglichkeit, den Iran wieder anzugreifen, sollte sich die iranische Führung falsch verhalten. 

Am Freitag war bekannt geworden, dass der Iran nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben hatte. US-Präsident Donald Trump zeigte sich damit jedoch unzufrieden. Über Inhalte der neuen Initiative wurde zunächst nichts offiziell bekannt.

Iranische Forderungen

Wie die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, reichte der Iran eine 14-Punkte-Plan als Antwort auf einen US-Vorschlag ein. Der iranische Vorschlag sei über einen pakistanischen Vermittler übermittelt worden und fordere die «Beendigung des Kriegs an allen Fronten, einschließlich des Libanons», hieß es weiter. Dort gilt derzeit eine brüchige Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel. 

Laut Tasnim werden in dem Vorschlag Garantien gegen militärische Aggressionen und der Abzug von US-Militärstreitkräften aus der Region um den Iran thematisiert. Weiter sollten eingefrorene iranische Vermögenswerte freigegeben werden. Zudem gehe es um die Aufhebung von Sanktionen sowie die Einführung eines «neuen Mechanismus für die Straße von Hormus». Die Meerenge ist für Handelsschiffe derzeit blockiert. 

Trump will iranische Raketenproduktion beseitigen

Auf dem Flughafen in Palm Beach in Florida sagte Trump Reportern, was den Iran betreffe, laufe es für die USA sehr gut. «Sie wollen einen Deal.» Auf die Frage, ob er die restlichen iranischen Raketenproduktionskapazitäten beseitigen wolle, sagte Trump: «Ja, ich würde sie gerne beseitigen.» Ansonsten wäre dies für den Iran ein Anfang, sie wieder aufbauen zu können. 

Trump hatte ebenfalls am Freitag die Kampfhandlungen im Iran in einem Brief an den US-Kongress für beendet erklärt. Es gilt weiterhin eine Waffenruhe, die Trump einseitig und ohne zeitliche Begrenzung verlängert hatte. 

Die USA und Israel hatten ihren Krieg gegen den Iran am 28. Februar begonnen. Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel und arabische Staaten am Golf. Seit Anfang April gilt eine Waffenruhe. Washington verlangt für ein Kriegsende neben der Herausgabe des hoch angereicherten Urans die Einstellung des iranischen Atomprogramms. Zudem will Washington dem Iran auch eine Begrenzung seines Programms zur Entwicklung ballistischer Raketen auferlegen.

Milliardenschwere Waffenlieferungen an Partner im Krieg

Derweil genehmigte das US-Außenministerium milliardenschwere Waffenlieferungen an Bahrain, Israel, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate. Per Notfallbeschluss habe Außenminister Marco Rubio acht Waffenlieferungen im Wert von über 25 Milliarden US-Dollar (rund 21,3 Mrd Euro) bewilligt, bestätigte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Durch den erklärten Notfall bedarf es anders als üblich keiner Zustimmung des Kongresses.

Seit Beginn des Krieges habe der Iran Tausende ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen auf die Partner der USA in der Region abgefeuert, hieß es zur Erklärung. Die meisten davon seien erfolgreich abgefangen worden. Die Dringlichkeit der Genehmigung begründete das Ministerium auch damit, dass die Partner «derzeit angegriffen werden».

Gregory Meeks, führender Demokrat im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses, wertete den Schritt als Missachtung des Kongresses. Von den aufgeführten Exporten betreffe nur einer Verteidigungsgüter, die sofort exportiert werden könnten. «Die Regierung nutzt den Vorwand einer Notstandserklärung, um Verkäufe durchzusetzen, die keinen dringenden Bezug zu aktuellen Konflikten haben», teilte er mit.

Brüchige Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah

Derweil bleibt die Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah im Libanon brüchig. Das israelische Militär teilte am Abend auf der Plattform Telegram mit, am Samstag seien im Südlibanon zahlreiche terroristische Infrastruktureinrichtungen angegriffen und «Terroristen» eliminiert worden, die in unmittelbarer Nähe von israelischen Soldaten operiert hätten. Bei den Angriffen seien 70 militärische Strukturen der Hisbollah zerstört worden, unter anderem Waffenlager.

Quelle: dpa

 

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Umfrage: 76 Prozent mit Bundesregierung unzufrieden https://www.radioeins.com/umfrage-76-prozent-mit-bundesregierung-unzufrieden-1817514/ Sat, 02 May 2026 22:01:04 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260502-930-25473 Knapp ein Jahr ist die schwarz-rote Bundesregierung im Amt, eine Mehrheit der Bundesbürger (58 Prozent) rechnet einer Umfrage zufolge nicht damit, dass die Koalition aus Union und SPD bis zum Ende der Wahlperiode 2029 halten wird. 24 Prozent der Befragten glauben, dass die Koalition bis dahin überdauern wird, wie eine Umfrage des Instituts Insa für die «Bild am Sonntag» zeigt. Weitere 18 Prozent antworteten mit «weiß nicht» oder «keine Angabe».

Rund drei Viertel der mehr als 1.000 Befragten gaben an, mit der Arbeit der Regierung unzufrieden zu sein, 16 Prozent zeigten sich dagegen zufrieden. Die Umfrage erfolgte zwischen dem 29. April und dem 30. April 2026.

AfD bei 28 Prozent – vor der Union

Nach rund einem Jahr des gemeinsamen Regierens hat die SPD an Wählergunst verloren, die Union konnte laut dem «Sonntagstrend» von Insa jüngst zwar etwas gewinnen, liegt aber noch immer vier Punkte hinter der AfD. Die Union hatte bei der Bundestagswahl im Februar vergangenen Jahres 28,5 Prozent geholt und kommt aktuell auf 24 Prozent. Die SPD liegt bei 14 Prozent (2025: 16,4). Die AfD hat seitdem kräftig zulegt und rangiert wie schon bei vergangenen Insa-Umfragen bei 28 Prozent (+7,2). 

Die Grünen würden aktuell 13 Prozent der Befragten wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, bei der vergangenen Bundestagswahl erreichten sie 11,6 Prozent. Auch die Linke konnte seit der Wahl gewinnen, damals holte sie 8,8 Prozent, in der aktuellen Umfrage liegt sie bei 11 Prozent. BSW und FDP konnten damals nicht in den Bundestag einziehen und würden auch aktuell mit jeweils 3 Prozent den Einzug klar verpassen. 

Die Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD hatte vor knapp einem Jahr ihre Arbeit aufgenommen. Friedrich Merz (CDU) hatte am 6. Mai 2025 seinen Amtseid als Kanzler geleistet.

Für den Sonntagstrend befragte Insa vom 27. bis zum 30. April 1.207 Menschen, die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Das Institut gibt eine statistische Fehlertoleranz von 2,9 Prozentpunkten an. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf einen Wahlausgang.

Quelle: dpa

 

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Antonelli schnappt sich Formel-1-Pole in Miami https://www.radioeins.com/antonelli-schnappt-sich-formel-1-pole-in-miami-1817496/ Sat, 02 May 2026 21:15:33 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260502-930-25448 WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli hat sich mit einer Hammer-Runde die Pole Position für das Formel-1-Rennen in Miami gesichert. Der Italiener von Mercedes verwies in 1:27,798 Minuten den deutlich verbesserten Max Verstappen im Red Bull (+0,166 Sekunden) auf den zweiten Platz und raste zu seiner dritten Pole in diesem Jahr nacheinander. Als Dritter in den Grand Prix in Florida am Sonntag (22.00 Uhr MESZ/Sky) startet Ferrari-Star Charles Leclerc.

Im Sprint zuvor deutete noch McLaren mit dem Sieg von Lando Norris und dem zweiten Platz von Oscar Piastri seinen Aufschwung nach der fünfwöchigen Auszeit an. In der Qualifikation retteten sich zunächst Piastri und anschließend Norris gerade noch so in die nächste K.o.-Runde. Am Ende wurde Norris Vierter, Piastri kam nicht über Platz sieben hinaus.

«Fantastischer Tag» für Antonelli

Vor dem entscheidenden Durchgang legte Verstappen die schnellste Runde hin. Der erst 19-jährige Antonelli konterte früh gleich mit dem ersten schnellen Versuch. Es war ein starkes Zeichen des Teenagers, der im Sprint nach einem verpatzten Start und einer Fünf-Sekunden-Strafe auf Rang sechs zurückgefallen war.

«Es war ein fantastischer Tag, wieder auf der Pole zu stehen. Der Tag begann mit dem Sprint schwierig, da lief es für uns nicht so gut», sagte Antonelli. «Ich bin zufrieden mit dem Qualifying, war in der letzten Runde in Q3 vielleicht etwas zu aufgeregt, aber die erste Runde war gut.»

Da für den Rennsonntag aber Unwetter befürchtet werden, könnte der vierte Grand Prix des Jahres früher als eigentlich geplant beginnen. Das liegt nicht zuletzt an lokalen Vorschriften zu Gewitter und Blitz. Sollte es innerhalb eines überschaubaren Umkreises um die Rennstrecke blitzen, müsste das Event unterbrochen werden, die Anwesenden müssten Schutz suchen.

Feuer und Disqualifikation bei Audi 

Einen Tag zum Vergessen erlebte schon mal Neuling Audi. Nico Hülkenberg musste auf den Sprint verzichten, nachdem Flammen aus dem Heck geschlagen waren. In der Garage arbeiteten die Mechaniker unter Hochdruck, um den Wagen für die Qualifikation startklar zu bekommen. Rang elf war für den einzigen deutschen Fahrer im Feld dann ein beachtliches Ergebnis.

Für seinen Teamkollegen Gabriel Bortoleto lief es noch enttäuschender. Wegen eines zu hohen Ladedrucks im Motor wurde der Brasilianer im Sprint disqualifiziert. Auch hier mussten die Mechaniker für die Startplatzjagd ran.

Upgrade-Pakete in Florida

Bortoletos Audi war zum Ende der ersten K.o.-Runde doch noch fahrtauglich, der Südamerikaner beließ es aber bei einer gemächlichen Runde und wurde Letzter. Dann brannten die hinteren Bremsen an seinem Auto, Streckenposten eilten auf die Strecke, um den Brand zu löschen.

Miami ist die erste Station für die Formel 1 nach fünf Wochen Pause. Die Regelhüter haben Anpassungen am Reglement vorgenommen, um unter anderem den Vollgasanteil auf dem Asphalt zu erhöhen. Fast alle Teams brachten umfassende Upgrade-Pakete nach Florida. Verstappen zeigte sich stark verbessert, an Antonelli kam der viermalige Weltmeister aber nicht heran.

Quelle: dpa

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Frau stirbt bei Unfall auf A61 – Kind schwer verletzt https://www.radioeins.com/frau-stirbt-bei-unfall-auf-a61-kind-schwer-verletzt-1817487/ Sat, 02 May 2026 18:38:53 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260502-930-25254 Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 61 in Nordrhein-Westfalen bei Kerpen nahe Köln ist eine Frau ums Leben gekommen – ein Kind erlitt schwere Verletzungen. Die bislang nicht identifizierte Frau war Beifahrerin in einem Auto, dem ein anderes Auto auffuhr, wie Staatsanwaltschaft und Polizei Köln mitteilten. 

Insgesamt wurden drei Menschen teils lebensgefährlich verletzt, wie eine Polizeisprecherin am Abend sagte. Sie kamen nach dem Unfall am Nachmittag in Krankenhäuser.

Fahrbahn war regennass

Der Wagen eines 51-Jährigen und seiner Beifahrerin war auf regennasser Fahrbahn zum Stehen gekommen, die Ursache dafür ist nach Angaben der Sprecherin noch unklar. Ein anderer Wagen, in dem ein ebenfalls 51-jähriger Mann und ein Elfjähriger saßen, fuhr auf das stehende Auto auf. Die Frau im ersten Auto starb noch an der Unfallstelle, der Fahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen, wie die Sprecherin sagte. 

Der 51-Jährige in dem hinteren Wagen wurde schwer verletzt, ebenso wie der elfjährige Junge. Ihr Auto hatte sich bei dem Unfall überschlagen und war auf dem Dach liegen geblieben. Wie die Feuerwehr Kerpen mitteilte, erstreckte sich das Trümmerfeld über eine Länge von rund 200 Metern. Zuvor hatte es an derselben Stelle bereits einen Unfall gegeben. Die beiden Unfälle hingen nach Angaben der Sprecherin den ersten Erkenntnissen nach aber nicht zusammen. 

Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang und zur Ursache dauern an. Ein Unfallaufnahmeteam sicherte Spuren. Die Fahrtrichtung Koblenz war nach offiziellen Angaben ab dem Autobahnkreuz Kerpen gesperrt.

Quelle: dpa

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