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Denkmalgeschütztes Haus nach Brand einsturzgefährdet

Augsburg (dpa/lby) – Auch mehr als 24 Stunden nach Ausbruch eines Brandes in einem denkmalgeschützten Haus in Augsburg waren Feuerwehrleute am Samstag noch mit Löscharbeiten beschäftigt. Es gebe noch Qualm und mehrere Glutnester, aber kein großes Feuer mehr, sagte ein Feuerwehrsprecher am Abend. «Aber wenn wir aufhören zu löschen, dann brennt’s.»

Die Stadtwerke Augsburg warnten vor verunreinigtem Trinkwasser in der Umgebung des Brandorts. Im Zuge des Feuerwehreinsatzes gelangte eine geringe Menge Löschwasser in die Trinkwasserleitung.

Der Brand war am frühen Freitagabend ausgebrochen. Laut Polizei erlitten drei Bewohner eine Rauchgasvergiftung, mussten aber nicht stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Am Samstagabend solle der Dachstuhl des Hauses weggehoben werden, um besser an die Glutnester zu kommen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Einsatzkräfte könnten nicht mehr ins Gebäude, weil auf mehreren Stockwerken die Decken eingebrochen seien. Das Haus sei einsturzgefährdet, allerdings nicht mehr so stark wie noch in der Nacht zum Samstag.

Beim Abheben des Dachstuhls wolle man so vorsichtig wie möglich sein, sagte der Feuerwehrsprecher. Man wolle den historischen Giebel so gut wie möglich erhalten, um ihn später zumindest nachbauen zu können.

Die Brandursache war laut Polizei zunächst unklar. Der Feuerwehr zufolge war das Feuer im Dachgeschoss ausgebrochen und mehrere Stockwerke nach unten gelangt. Selbst im Keller habe es angefangen zu brennen.

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