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Feuerwehrmann wegen vierfacher Brandstiftung verurteilt

Würzburg (dpa/lby) – Wegen Brandstiftung in vier Fällen ist am Mittwoch ein 23-jähriger Feuerwehrmann vorm Landgericht Würzburg zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Der 23-Jährige hatte im vergangenen Jahr vier Brände in Estenfeld (Landkreis Würzburg) gelegt, unter anderem an einem historischen Gebäude. Als Mitglied der freiwilligen Feuerwehr half er beim Löschen. Bei den Bränden entstand ein Schaden von mehr als 100 000 Euro. Zudem hatte der Mann mehrfach ohne Führerschein ein Feuerwehrauto gefahren. Der Angeklagte war geständig. Ein Gutachten bestätigte, dass er nicht pyromanisch veranlagt sei. Die Staatsanwaltschaft hatte auf eine Haftstrafe von vier Jahren und acht Monaten plädiert. Als strafmildernd wollte Verteidigung geltend machen, dass der Mann während seiner Zeit in U-Haft von Gefangenen misshandelt worden war.

Wie vor Gericht deutlich wurde, war der Brandstifter in der Haftanstalt verbotenerweise mit einem Handy ertappt worden und hatte anschließend zur Herkunft des Geräts ausgesagt. Damit gab er den Ermittlern offenbar Hinweise zum Handy-Schmuggel in der JVA. Daraufhin sei er von Mithäftlingen geschlagen worden und schließlich zum eigenen Schutz in Einzelhaft verlegt worden. Dass ein Mitarbeiter der JVA Mobiltelefone ins Gefängnis geschmuggelt haben soll und wegen Verdachts auf Bestechlichkeit in U-Haft sitzt, war Mitte Januar bekanntgeworden.