Forschen für den Motor der Zukunft

Der Auto-Markt hat sich in den vergangenen Jahren rasant verändert – Und der Wandel geht weiter. Das Ziel: Künftig sollen Fahrzeuge nahezu emissionsfrei und damit so klimaneutral wie möglich unterwegs sein. Viele Experten sehen deshalb gute Chancen für Wasserstoff-Antriebe. Doch die Technik dahinter ist aufwändig. Der Technologie-Konzern Mahle hat nun ein Prüfzentrum aufgebaut, in dem solche Antriebe auf Herz und Nieren getestet werden können.

Testzentrum für Wasserstoff-Antriebe

Die Zukunft der Mobilität ist flüsterleise. Selbst die Klimaanlage im Raum ist lauter als der Brennstoffzellenantrieb, der auf dem Prüfstand von Mahle getestet wird. Der Technologiekonzern hat an seinem Stammsitz in Stuttgart ein großes Testzentrum für Wasserstoff-Antriebe aufgebaut. Hier werden sowohl Brennstoffzellen erprobt – oder Fuel Cells, wie Fachleute sagen – als auch klassische Verbrennungsmotoren. Die laufen aber nicht mehr mit Benzin oder Diesel, sondern eben mit Wasserstoff, sagt Peter von Kietzell, der Leiter des Prüfzentrums:  “Bis zum jetzigen Zeitpunkt waren dort Prüfstände für Verbrennungsmotoren untergebracht. Und wir haben jetzt ein Wasserstoff-Prüfzentrum aufgebaut und haben die bestehenden Prüfstände durch Wasserstoff-Prüfstände ersetzt. Also durch Prüfstände für eine Fuel Cell als auch durch einen Prüfstand für einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor. Wir haben hier in Stuttgart ungefähr 1.400 Quadratmeter für dieses Wasserstoff-Prüfzentrum vorgesehen.”

Robuste Systemlösungen

Im Testzentrum erproben Peter von Kietzell und sein Team vor allem, wie die Komponenten rund um den Antrieb zusammenspielen. Systemlösung heißt das in der Fachsprache. Denn moderne Motoren sind eine hochkomplexe Angelegenheit. Deswegen testet Mahle, ob alle Ionentauscher, Befeuchter, Luftfilter, Wärmetauscher und Konverter zusammen funktionieren. Reibungslos, zuverlässig und für einen langen Zeitraum „Es geht darum, wirtschaftliche Lösungen zu finden. Systemlösungen, die auch robust sind. Die dann auch nachher im Verkehr laufen. Und so ein Wasserstoff-Verbrennungsmotor hat dann nachher auch eine Laufzeit von über 1 Million Kilometer.“

Wasserstoff: Eckpfeiler für nachhaltige Mobilität

Für Mahle ist das Thema Wasserstoff an sich nicht neu. Schon seit Jahren hat das Unternehmen Erfahrungen mit Bauteilen für solche Antriebe gesammelt, etwa für schwere Nutzfahrzeuge. Gerade bei Lastwagen oder Bussen werde nämlich künftig kaum ein Weg am Wasserstoff vorbeiführen, sei es in der Brennstoffzelle, sei es im Verbrennungsmotor, sagt Mahle-Chef Michael Frick: „Wasserstoff ist ein wichtiger Eckpfeiler für die nachhaltige Mobilität. Darum bauen wir unsere jahrelange Expertise auf diesem Gebiet aus und investieren weiter in die Forschung und Entwicklung. Allein in Stuttgart arbeiten über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an diesem Thema“.

In der Nutzfahrzeugbranche gilt Wasserstoff als der wohl sinnvollste nachhaltige Antrieb der Zukunft. Denn im Transportgeschäft müssen regelmäßig sehr weite Strecken zurückgelegt werden. Mit Wasserstoff ist das kein Problem. Wohl aber mit einem reinen Elektro-Antrieb. Denn die Batterien, die dafür genügend Energie speichern könnten, dürften wohl noch für viele Jahre zu groß und zu schwer sein.

Ein Beitrag erstellt in Zusammenarbeit mit der Mahle GmbH

Weiterführende Informationen

finden Sie unter www.mahle.de