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Freie-Wähler-Chef Aiwanger hofft auf bundesweiten Durchbruch

München/Mainz (dpa) – Freie-Wähler-Bundeschef Hubert Aiwanger hofft angesichts des prognostizierten Einzugs seiner Partei in den Landtag von Rheinland-Pfalz auch auf den bundesweiten Durchbruch. «Das ist eine ganz starke Leistung. Die Menschen sehen die Freien Wähler mehr und mehr als neue bodenständige, bürgerliche Partei in ganz Deutschland», sagte Aiwanger am Sonntagabend über das Mainzer Ergebnis – ersten Hochrechnungen zufolge könnten die Freien Wähler dort erstmalig in den Landtag einziehen. Damit wären sie nach Bayern und Brandenburg bereits im dritten Landesparlament vertreten.

Das Ziel sei ein bundesweiter Durchbruch der Freien Wähler, sagte Aiwanger – gerade in der Zeit, in der «große ehemalige Volksparteien» mehr und mehr enttäuschten und mit Skandalen Schlagzeilen machten.

«Wir wollen die neue liberal-konservative Kraft auch auf Bundesebene werden», sagte Aiwanger. «Bürgerliche Koalitionen müssen wieder möglich werden.» Deutschland müsse wieder vernünftig regiert werden anstatt immer mehr unter die ideologischen Räder zu kommen.

Die Freien Wähler treten auch zur Bundestagswahl an und hoffen dort nicht nur auf den erstmaligen Einzug ins Parlament, sondern auch gleich auf eine gemeinsamen Regierung mit Union und FDP. Bei den beiden vergangenen Bundestagswahlen waren die Freien Wähler mit je 1,0 Prozent allerdings klar an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.

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