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Füracker: schnelles Internet für fast alle Haushalte

Nürnberg (dpa/lby) – Der Ausbau des schnellen Internets kommt nach den Worten von Finanzminister Albert Füracker (CSU) gut voran. Von dem 1,5 Milliarden Euro umfassenden Breitband-Förderprogramm des Freistaats seien inzwischen rund 900 Millionen Euro an Förderzusagen an 1754 Kommunen erteilt worden, sagte Füracker am Freitag in Nürnberg. Neun von zehn Haushalten im Freistaat verfügten über schnelles Internet mit 30 Megabyte-Verbindungen, 8 von 10 Haushalten über 50 Megabyte-Leitungen.

Gerade im ländlichen Raum habe sich viel getan. «Auch dort gibt es schnelles Internet nun schon in mehr als 80 Prozent der Haushalte», sagte Füracker, der über die Erfolge des seit fünf Jahren bestehenden Heimatministeriums berichtete. Als die Behörde im Februar 2014 die Arbeit in Nürnberg aufgenommen habe, habe die Quote auf dem Land nur 27 Prozent betragen.

Dennoch stockt der Breitbandausbau in einigen ländlichen Gebieten. Es fänden sich dort oft keine Baufirmen mit freien Kapazitäten oder genügend Personal. «Wenn aber alle Aufträge abgearbeitet sind, werden 98 Prozent aller Haushalte schnelles Internet haben», sagte Füracker.

Bayern ist dem Minister zufolge das erste Land in Europa, das den Breitbandausbau jetzt auch in Gebieten fördern darf, wo es bereits schnelles Internet mit 30 Megabyte-Verbindungen gibt. Bislang habe eine EU-Richtlinie das untersagt. Als Pilotprojekt werde ein Glasfasernetz mit noch wesentlich schnelleren Gigabit-Anschlüssen unter anderem in Gewerbegebieten in Kulmbach, Ebersberg und Berching mit Fördermitteln realisiert.