Ein Schild mit der Aufschrift «Geflügelpest Schutzzone»., © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Geflügelpest-Ausbruch in Unterfranken: Betrieb gesperrt

Nach dem ersten bekannten Geflügelpest-Ausbruch seit dem Frühjahr in Bayern haben Behörden einen Betrieb im unterfränkischen Landkreis Miltenberg gesperrt. Dort seien vier Tiere nachweislich an der Krankheit gestorben, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag mit. Experten hätten inzwischen bestätigt, dass die Tiere mit dem Erreger der Geflügelpest infiziert waren.

Nach LGL-Angaben sind bisher keine Fälle bekannt, in denen sich Menschen bei Vögeln mit dem Erreger angesteckt haben. Dennoch sollten tote Vögel nicht angefasst und den lokalen Behörden gemeldet werden, warnt die Behörde.

Die Krankheit habe sich inzwischen bei in Deutschland heimischen Vögeln festgesetzt. Ausbrüche hingen nicht mehr wie in vergangenen Jahren mit dem Zugverhalten von Wildvögeln zusammen. Deutschlandweit wurden demnach in diesem Jahr schon mehr als 1000 Geflügelpest-Fälle amtlich festgestellt, viele davon in Norddeutschland.