Häusliche Gewalt: Hilfe an den Feiertagen

An Weihnachten und zwischen den Jahren haben viele Urlaub und verbringen die Feiertage zuhause bei ihrer Familie. Das kann sehr schön und besinnlich sein – es kann jedoch auch dazu kommen, dass sich Konflikte entladen und es Streit gibt oder es sogar zu Handgreiflichkeiten kommt.

Opfer stehen oft unter Schock

Die Auslöser häuslicher Gewalt wirken mitunter total banal und die Folgen einfach nur unverhältnismäßig. Schmeckt das Festessen nicht, kann eine Ohrfeige die Folge sein – um nur ein Beispiel zu nennen. Klar, dass die Opfer dann erst einmal unter Schock stehen. Fabian Lindner vom WEISSEN RING erklärt: „Gerade, wenn so etwas zum ersten Mal passiert, sind die Betroffenen natürlich oft perplex. Dazu muss man wissen, dass sich häusliche Gewalt meistens langsam und schleichend entwickelt. Und im ersten Moment will man vielleicht auch einfach gar wahrnehmen, dass der Partner oder die Partnerin überhaupt zu einer Gewalttat überhaupt fähig ist.“

Wer häusliche Gewalt erlebt, braucht Hilfe

Hinzu kommt, dass häusliche Gewalt teilweise immer noch als „Privatsache“ gesehen wird. Man möchte lieber den Schein der heilen Familie wahren als sich Hilfe zu suchen – gerade an Weihnachten. „Das ist natürlich fatal!“, sagt Fabian Lindner. „Wer häusliche Gewalt erlebt – egal, ob körperlich oder verbal – braucht Hilfe und die steht den Betroffenen auch zu. Das ist nichts, wofür man sich schämen sollte. Letzten Endes kann das einfach jedem passieren. Und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen kennen sich mit solchen Situationen aus und sind da gute Ansprechpartner.“

Hier bekommen Betroffene Unterstützung

Eine erste Anlaufstelle kann der WEISSE RING sein. Hier kann man sich anonym melden oder auch persönlich um Rat fragen. „Auch während der Weihnachtsfeiertage ist der WEISSE RING da: persönlich vor Ort, telefonisch und auch online. Und wir können den Betroffenen direkt helfen oder sie bei Bedarf an andere Institutionen weitervermitteln und wir bieten auch Begleitung zu Terminen bei der Polizei oder zu anderen Behörden an“, erzählt Fabian Lindner.

Ein Beitrag erstellt in Zusammenarbeit mit dem WEISSEN RING e. V.

Weiterführende Informationen

finden Sie unter www.weisser-ring.de