© Angelika Warmuth

Hannawald rät zur Offenheit bei mentalen Problemen

Garmisch-Partenkirchen (dpa) – Der frühere Vierschanzentournee-Sieger Sven Hannawald rät der heutigen Skisprung-Generation, sich bei mentalen Problemen nicht weiter zu quälen. «Wenn jemand merkt, dass es zu viel ist, dann muss man einfach sagen, dass es zu viel ist, und nicht versuchen, irgendwie mitzuschwimmen und zu hoffen, es wird schon wieder weggehen», sagte der frühere Skispringer in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Mit Blick auf seine aktive Zeit räumte der 47-Jährige ein: «Ich dachte, ich muss halt einfach weitermachen und an der Weltspitze bleiben. So würde ich es heute auf keinen Fall mehr machen.» Hannawald hatte seine Karriere 2005 nach einem Burnout beendet. Die letzten Jahre seiner erfolgreichen Laufbahn waren massiv von mentalen Schwierigkeiten geprägt.

Inzwischen arbeitet Hannawald als TV-Experte. «Ich freue mich auch, jetzt wieder an der Schanze sein zu dürfen. 20. und 30. Plätze hätten mich damals nicht befriedigt, obwohl ich sehr gerne noch weiter gesprungen wäre», sagte er.

© dpa-infocom, dpa:211222-99-473803/3