Das Logo des Rüstungskonzerns Hensoldt wird von der Sonne angestrahlt., © Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Hensoldt profitiert weiter von Rüstungsboom

Der Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt hat in den ersten neun Monaten weiter zugelegt und unter dem Strich die Gewinnschwelle erreicht. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 30 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro, wie das im SDax gelistete Unternehmen am Donnerstag in Taufkirchen mitteilte. Der bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) wuchs um mehr als 14 Prozent auf 126 Millionen Euro. Das auf die Aktionäre entfallende Nettoergebnis lag auf der Nulllinie nach einem Fehlbetrag von 13 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Der Auftragseingang von 1,4 Milliarden Euro überstieg den Umsatz zwar deutlich, lag aber nur knapp halb so hoch wie ein Jahr zuvor. Da hatte Hensoldt einen Auftrag des Bundes für das luftgestützte Aufklärungssystem Pegasus über mehr als eine Milliarde Euro erhalten.

Angesichts neuer Aufträge rund um den Kampfjet Eurofighter und die Fregatte 126 sieht sich Hensoldt-Chef Thomas Müller in seiner Geschäftsstrategie bestätigt. So habe Hensoldt mit seinem Multifunktionsradar des Luftabwehrsystems Iris-T SLM den Abwehrkampf der Ukraine gegen die russischen Angreifer unterstützt. Für das laufende Jahr erwartet der Manager weiterhin starke Steigerungen von Umsatz und bereinigtem operativem Gewinn.