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Herrmann stolz auf «bayerische Sicherheitspolitik»

München (dpa/lby) – Bayern sieht den Erfolg seiner Polizeiarbeit im bundesweiten Vergleich bestätigt. «Unsere Bürgerinnen und Bürger können hier deutlich sicherer leben als anderswo», sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag nach der Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2017.

Demnach kamen im Freistaat im vergangenen Jahr auf 100 000 Einwohner 4533 Straftaten (2016: 4785). Dabei werden rein ausländerrechtliche Verstöße wie illegale Einreisen nicht mit eingerechnet. Bundesweit waren es im Schnitt 6764 Straftaten. Die Aufklärungsquote betrug in Bayern 64,4 Prozent, deutschlandweit hingegen nur 55,7 Prozent.

«Straftäter haben es also in Bayern erheblich schwerer, unentdeckt zu bleiben», sagte Herrmann. «Bayern ist auch deswegen so sicher, weil wir moderne Polizeibefugnisse haben, die wir ständig den aktuellen Anforderungen anpassen.»

Derzeit ist vor allem ein geplantes Polizeiaufgabengesetz in Bayern umstritten, mit dem die Beamten mehr Befugnisse unter anderem bei der Gefahrenabwehr bekommen sollen. Herrmann argumentiert mit der Verteidigung der Sicherheit und Freiheit. Gegner haben schon angekündigt, Verfassungsklagen gegen das Gesetz zu prüfen.

Besonders stolz ist der Ressortchef laut der in München verbreiteten Mitteilung auf die Eckdaten für bayerische Großstädte. Unter den 39 deutschen Großstädten mit mehr als 200 000 Einwohnern habe München (6201 Straftaten pro 100 000 Einwohner) seit Jahren den Titel «Sicherste Großstadt Deutschlands». Augsburg folgt auf Platz zwei (7118), Nürnberg (8394) auf Platz acht. In Berlin (14 254) sei das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, fast zweieinhalb Mal so hoch wie in München, sagte Herrmann. «Das zeigt schon sehr deutlich, dass sich die konsequente bayerische Sicherheitspolitik auszahlt.»