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Hohe Zahl von Corona-Toten durch Ausbrüche in Seniorenheimen

München (dpa/lby) – Eine in Bayern besonders hohe Zahl an Toten in Zusammenhang mit dem Coronavirus begründet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit den vielen Ausbrüchen in Senioren- und Pflegeheimen. Die Zahl der Todesfälle in der amtlichen Corona-Statistik stieg bis Dienstag (Stand: 8.00 Uhr) im Freistaat auf insgesamt 3193, wie das LGL mitteilte. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) ist diese Zahl im Freistaat nicht nur im Verhältnis zur Einwohnerzahl im Bundesländervergleich am größten, sondern auch absolut.

«In Bayern ereigneten sich insbesondere zu Beginn der Pandemie Ausbrüche in Alten- bzw. Pflegeheimen, so dass vermehrt vulnerable Personengruppen betroffen waren», erklärte ein LGL-Sprecher. Aktuell nähmen auch im Freistaat die Erkrankungen unter älteren Menschen weiter zu. «Da diese häufiger einen schweren Verlauf durch Covid-19 aufweisen, kann ebenso die Anzahl an schweren Fällen und Todesfällen steigen», hieß es.

Insgesamt haben sich dem LGL zufolge seit Beginn der Pandemie bayernweit 160 865 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Die Gesundheitsämter meldeten am Dienstag (Stand: 8.00 Uhr) 1790 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden.

Die Zahl der Neuinfektionen ist demnach zwar zuletzt weniger stark gestiegen. Eine klare Prognose zu einer Trendumkehr beim Infektionsgeschehen sei aber auch gut zwei Wochen nach dem Start des Teil-Lockdowns noch nicht möglich, betonte der Sprecher. Ob sich der Eindruck eines «leichten Rückgangs» bestätige, müsse zunächst weiter beobachtet werden.