Hohes Niedriglohnrisiko im RadioEINS-Land

Das Niedriglohnrisiko ist im Kreis Coburg am zweithöchsten im ganzen Freistaat. Nur im Kreis Hof ist es noch höher. Das teilte der Deutsche Gewerkschaftsbund mit. Der Landkreis Lichtenfels liegt auf Platz 4. Die Daten stammen aus einem neuen Report des DGB in Zusammenarbeit mit der Forschungsabteilung Flexibilität und Sicherheit am Institut Arbeit und Qualifikation. DGB-Regionsgeschäftsführer Eckardt betonte, dass Niedriglöhne kein Randphänomen mehr sind – auch nicht im reichen Bayern. Die Niedriglohnschwelle liegt bei 11,21 Euro pro Stunde. Betroffen sind im Kreis Coburg 5100 Vollzeit-Arbeitsplätze in verschiedenen Branchen, in Lichtenfels sind es 4500, im Kreis Kronach 4000. Dazu kommen noch Teilzeitkräfte und Minijobber. Der Gewerkschaftsbund nimmt beim Thema Niedriglohn auch die Kommunen in die Pflicht und fordert, dass öffentliche Aufträge an die Tarifbindung und damit an ordentliche Löhne gekoppelt werden müssten.