Klaus Holetschek richtet beim Besuch des städtischen Impfzentrums in Memmingen seine FFP2-Maske., © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

Holetschek: Bayern gut auf neuen Impfstoff vorbereitet

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sieht die bayerischen Impfzentren gut vorbereitet auf den neuen Corona-Impfstoff, der von kommender Woche an zur Verfügung stehen soll. «Wir können in Bayern zügig mit den Impfungen beginnen, sobald der angepasste Impfstoff im September angekommen ist», sagte Holetschek am Dienstag in München. «Es müssen rasch ausreichend Impfdosen zur Verfügung gestellt werden, um die zu erwartende Nachfrage decken zu können.» Holetschek warb zugleich für rasche Auffrischungsimpfungen auch mit dem bisherigen Impfstoff. Der Minister erläuterte: «Gerade Menschen, die einer vulnerablen Gruppe angehören, sollten sich zeitnah eine Auffrischungsimpfung holen – und nicht auf den angepassten Impfstoff warten», sagte er. Auch wer Großveranstaltungen wie das Oktoberfest besuchen wolle, sollte auf einen rechtzeitigen ausreichenden Impfschutz achten. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte am Montag mitgeteilt, dass der angepasste Impfstoff (BA.1-Impfstoff) von BioNTech/Pfizer und Moderna – vorbehaltlich der Zulassung durch die Europäische Kommission – Deutschland in den Kalenderwochen 36 und 37 erreichen wird. Er werde voraussichtlich nur für Auffrischungsimpfungen zugelassen, für die Grundimmunisierung stehen weiterhin die bisher eingesetzten Impfstoffe zur Verfügung.

Ärzte und Apotheker sollen den angepassten Impfstoff erstmals am 5. September bestellen können. Zudem werde für Ende September/Anfang Oktober die Zulassung eines weiteren an neue Virusvarianten (BA.4/BA.5) angepassten Impfstoffs erwartet.