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Holetschek: Lockerung von Maßnahmen muss nachhaltig sein

München (dpa/lby) – Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat vor der nächsten Zusammenkunft der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch zur Vorsicht bei Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen gemahnt. «Wir müssen im Auge behalten, wenn wir öffnen – und da sind Schulen und Kindergärten sicher vorne dabei – muss es nachhaltig sein, nicht nur für zehn Tage, sondern mit Perspektive», sagte er dem Bayerischen Rundfunk.

Für Schulen und Kitas werde gerade ein neues Testkonzept erarbeitet, erklärte Holetschek im «Interview der Woche» auf B5 Aktuell, das am frühen Samstagmorgen ausgestrahlt wird. Details dazu wollte er nicht nennen, dafür sei es zu früh.

Zu der von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) angestoßenen Diskussion über die Öffnung von Friseurläden sagte Holetschek, dass er hier nichts versprechen könne. Er glaube aber, dass die Friseure dabei sein könnten.

Um das Auftreten neuer, ansteckenderer Virus-Mutanten in Bayern nachzuweisen, arbeitet das Gesundheitsministerium daran, die Datenlage zu verbessern. Neben der Kooperation mit bayerischen Unikliniken – dort könnten bis zu 700 sogenannte Sequenzierungen pro Woche durchgeführt werden – sei außerdem ein neuer PCR-Test im Einsatz, der bereits Hinweise auf mögliche Varianten des Virus gibt. Hinsichtlich der Virus-Mutanten bestehe kein Anlass für Panik, so Gesundheitsminister Holetschek, aber man müsse die Angelegenheit sehr ernst nehmen.

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