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Huml: Trotz Lieferproblemen an Teststrategie festhalten

München (dpa/lby) – Trotz teilweise bestehender Nachschubprobleme bei Reagenzien sieht Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) keinen Grund, die bayerische Corona-Teststrategie einzuschränken. Derzeit könnten die Labore die Tests «noch ganz gut erfüllen», sagte Huml am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Es sei aber korrekt, dass einige Labore inzwischen über Lieferschwierigkeiten bei Reagenzien klagten. Reagenzien sind Nachweismittel, die benötigt werden, um in einer Probe das Corona-Virus nachzuweisen.

In Bayern können sich alle Bürger auch ohne Symptome bei Bedarf auch mehrfach kostenlos auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus testen lassen. Zudem gibt es für Einreisende an Autobahnen, Flughäfen und Bahnhöfen Testzentren, an denen auch Personen, die nicht in einem Risikogebiet waren, kostenlose Tests bekommen. Huml betonte, es sei aus ihrer Sicht weiter «absolut sinnvoll» an den Tests in Bayern festzuhalten. Bis Ende August seien im Freistaat 319 459 Tests bei Reiserückkehrern durchgeführt und dabei 4087 Infektionen erkannt worden.