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Hund soll zwölf Hühner und ein Reh gerissen haben

Marktgraitz (dpa/lby) – Ein Hund soll im oberfränkischen Marktgraitz zwölf Hühner und ein Reh gerissen haben. Ein 73-Jähriger hatte die toten Hühner in seinem Garten entdeckt und den zuständigen Jagdpächter informiert, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Dieser wusste demnach, dass der Husky eines 25-Jährigen oft unbeaufsichtigt durch die Ortschaft im Landkreis Lichtenfels laufe und auch schon in Hühnerställen gesehen wurde.

Als der Jäger bei dem Hundebesitzer vorbeiging, entdeckte er am Dienstag ein frisch gerissenes Reh. Ein Zeuge habe nach eigener Aussage beobachtet, wie der Hund das Reh riss. Ein Bekannter des Hundesbesitzers sagte den Beamten, dass er das tote Tier zu dem Anwesen gebracht habe. Auf den Hundebesitzer kommt nun eine Anzeige wegen Sachbeschädigung zu, auf seinen Bekannten wegen Jagdwilderei, da er das verendete Tier an sich nahm, ohne einen Verantwortlichen zu verständigen.

Auch im unterfränkischen Kleinwallstadt (Landkreis Miltenberg) fiel ein Reh einem Hund zum Opfer. Das mit zwei Kitzen trächtige Reh wurde bei dem Angriff vom Sonntagnachmittag mit einem Kehlbiss getötet. Leider würden Hunde von ihren Haltern häufig nicht angeleint oder seien unterkontrollierbar, teilte die örtliche Polizei am Mittwoch mit. In der nun beginnenden Brut- und Setzzeit werde Wild so massiv gestört.

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