In Oberfranken ist jeder siebte Haushalt von Armut bedroht

Wer nur einen Teilzeit- oder Minijob hat, kann in die Erwerbsarmut rutschen – auch weil immer weniger Firmen in der Region nach Tarif zahlen. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Wer sich um Tarifverträge drücke und auf prekäre Jobs statt Vollzeitstellen setze, der sorge für magere Lohnzettel, so NGG-Geschäftsführer Grundl. Er gibt zu Bedenken, dass längst nicht nur Alleinerziehende, sondern zunehmend auch Doppelverdiener Schwierigkeiten haben, über die Armutsgrenze zu kommen. Die Leidtragenden seien oft die Kinder. In der Stadt Coburg und im Landkreis Lichtenfels haben jeweils rund 12 000 Menschen einen Teilzeit- oder Minijob, im Landkreis Coburg sind es knapp 11 000 Menschen, im Kreis Kronach gut 10 000 und im Kreis Sonneberg rund 6500.