Trainer Mersad Selimbegovic von Regensburg steht vor einem Spiel im Stadion., © Armin Weigel/dpa/Archivbild

Jahn-Coach vor Pokalduell: Chance bei «0,01 Prozent»

Trainer Mersad Selimbegovic schlüpft vor dem DFB-Pokalspiel gegen den Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln trotz des perfekten Zweitliga-Saisonstarts seines SSV Jahn Regensburg in die Rolle des Tiefstaplers. «Wenn, dann 0,01 Prozent», sagte der Jahn-Coach zu den Chancen seiner Mannschaft an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Erstrundenspiel gegen die klar favorisierten Kölner.

In Wahrheit verfolgt Selimbegovic mit seiner Mannschaft, die mit zwei Siegen in die Saison gestartet war und die 2. Liga als Tabellenführer anführt, natürlich schon einen klaren Erfolgsplan. In diesem spielt auch der Heimvorteil vor vermutlich 15.000 Zuschauern im Jahnstadion eine Rolle: Man wolle «die Fans mitnehmen» und «einen offenen Schlagabtausch» erzwingen, sagte der Coach am Donnerstag: «Ich hoffe, dass es nicht nur vom Wetter, sondern auch auf dem Platz hitzig wird.»

Die Kölner sind gewarnt: Beim bislang einzigen Pokalduell mit dem Jahn verloren sie im Februar 2021 ebenfalls im Regensburger Stadion im Achtelfinale im Elfmeterschießen. «Die zwei Siege in der 2. Liga zeigen, dass Regensburg gut drauf ist. Wir wissen schon, was auf uns zukommt», sagte Kölns Trainer Steffen Baumgart.

Selimbegovic erwartet, dass die Rheinländer im ersten Pflichtspiel der Saison mit «Vollgasfußball» Marke Baumgart auftreten werden: «Die wollen ihr eigenes Ding durchziehen.» Er rechnet mit vielen Flanken des Gegners, weil dieser in Anthony Modeste über einen Stürmer im Strafraum verfüge, «der aus jeder Lage ein Kopfballtor machen kann».

Ein «kleines Fragezeichen» steht beim Jahn nach Angaben von Selimbegovic hinter den Einsätzen der angeschlagenen Maximilian Thalhammer und Nicklas Shipnoski.

Ein Wiedersehen gibt es mit Ex-Jahn-Boss Christian Keller, der neuerdings Sport-Geschäftsführer in Köln ist. Selimbegovic steht mit dem 43-Jährigen weiterhin regelmäßig in Kontakt, verriet aber vor dem Spiel gegeneinander: «Diese Woche jetzt ist Stille – und offline.»