© Patrick Pleul

Jugendherbergen fehlt mehr als die Hälfte der Übernachtungen

Bad Tölz (dpa/lby) – Die bayerischen Jugendherbergen leiden weiter massiv unter der Pandemie. Im laufenden Jahr rechnen sie mit 455.000 Übernachtungen, wie der Landesverband am Freitag zu seiner Hauptversammlung mitteilte. Das wären zwar 70.000 mehr als im vergangenen Jahr, allerdings nicht einmal die Hälfte des Wertes aus der Zeit vor Corona.

Eine positive Entwicklung sieht Vorstand Michael Gößl bei den Besuchen durch Familien. «Besonders in den Ferienmonaten konnten wir hier eine deutliche Steigerung der Zahlen verzeichnen», sagte er. Derzeit machten sie etwa 40 Prozent der Buchungen und Umsätze aus. Normalerweise ist es nur etwa ein Viertel.

Besonders stark ist der Einbruch dagegen im Bereich Schulen. Hier rechnen die Jugendherbergen dieses Jahr mit 100.000 Übernachtungen. Das ist nur etwas mehr als ein Viertel des Wertes aus dem Jahr 2019. Der Jugendherbergsverband wirbt daher dafür, künftig wieder mehr Klassenfahrten zu veranstalten. «Sie sind als Angebote und Gelegenheiten des Sozialen Lernens und der persönlichkeitsbildenden Gemeinschaft unverzichtbar für das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen», betont Landesverbandspräsident Klaus Umbach.

© dpa-infocom, dpa:211001-99-442209/2