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Kabinett beschließt nächste Runde von Behördenverlagerungen

München (dpa/lby) – In Bayern werden in den kommenden Jahren nochmals knapp 2700 Arbeits- und weitere 400 Studienplätze aus Ballungsräumen in ländliche Regionen verlagert. Das Kabinett beschloss am Dienstag die geplante zweite Stufe der Behördenverlagerungen. «Dies ist nicht nur eine kräftige Stärkung des ländlichen Raums, sondern auch ein weiterer deutlicher Beitrag für gleiche Lebensverhältnisse in ganz Bayern», sagte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU). «Wir wollen, dass jeder Mensch in seiner Heimat leben und arbeiten kann.»

Alle beschlossenen Verlagerungen seien auf einen Umsetzungszeitraum von etwa fünf bis zehn Jahren angelegt. Er betonte: «Oberstes Gebot ist Freiwilligkeit – niemand wird gegen seinen Willen versetzt.»

Die einzelnen Projekte waren teils schon seit längerem bekannt: Die Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern beispielsweise muss mit rund 400 Studienplätzen und knapp 70 Beschäftigten nach Kronach umziehen. In Hof entsteht ein Logistikzentrum für die Polizei mit rund 300 Beschäftigten. Niederbayern bekommt, nach langem Streit in der bayerischen Regierungskoalition von CSU und Freien Wählern, ein Verwaltungsgericht in Freyung (Landkreis Freyung-Grafenau).

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