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Karl: Weder euphorisch für Söder noch für Laschet

Berlin (dpa) – Der CSU-Bundestagsabgeordnete Alois Karl hat betont, er habe sich in der Diskussion über die möglichen Kanzlerkandidaten Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU) nicht für einen der beiden positioniert. «Ich habe mich nicht euphorisch für Markus Söder ausgesprochen und auch nicht für Armin Laschet», sagte Karl am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Teilnehmerkreise der Aussprache in der Unionsfraktion nach den Auftritten von Laschet und Söder am Dienstag hatten berichtet, Karl habe sich für Laschet ausgesprochen.

Karl sagte nun, er habe in seiner Wortmeldung deutlich gemacht, dass ein positives Votum der Fraktion für einen Kanzlerkandidaten früher für diesen nicht besonders positiv gewesen sei – dies sei bei Rainer Barzel Anfang der 70er Jahre so gewesen wie auch bei Franz Josef Strauß 1979. Beide seien von der Fraktion auf den Schild gehoben worden – und hätten die Bundestagswahl verloren. Er habe ausgeführt, dass es ihm zu wenig sei, wenn verschiedene Diskussionsteilnehmer allein auf die sehr positiven Meinungsumfragen zugunsten von Söder abgehoben hätten. Dies werde Söder in keiner Weise gerecht – dieser habe auch in der Vergangenheit programmatische Arbeit geleistet.

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