Kartellstrafe gegen Brose: „keine systematischen oder wiederkehrenden Zuwiderhandlungen“

Die EU-Kommission hat eine millionenschwere Strafe gegen den Coburger Automobilzulieferer Brose verhängt. Hintergrund: Brose soll sich bei verschiedenen Preisen mit dem kanadischen Unternehmen Magna abgesprochen haben. Es habe sowohl persönliche Treffen als auch Absprachen per Telefon oder E-Mail gegeben, heißt es in der Pressemitteilung der EU-Kommission. Wie das Unternehmen in einer Stellungnahme gegenüber Radio EINS mitteilt, beschränkten sich die Vorwürfe auf einen kurzen und lange zurückliegenden Zeitraum. Die mehr als vier Jahre andauernde Untersuchung der EU-Kommission habe gezeigt, dass es bei Brose keine systematischen oder wiederkehrenden Zuwiderhandlungen gegeben habe. Unabhängig davon habe Brose in den letzten Jahren zusätzliche Maßnahmen getroffen, um sich weiter wettbewerbskonform zu verhalten. Man habe bei den Ermittlungen vollumfänglich mit der EU-Kommission kooperiert. Dadurch konnte ein langer und aufwendiger Fortgang des Verfahrens vermieden werden, heißt es weiter.