Nachrichten – RadioEINS https://www.radioeins.com Mein Zuhause. Meine Musik. Wed, 12 Aug 2026 06:40:31 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.3 Ein Graceland-Geheimnis hütet Priscilla Presley noch https://www.radioeins.com/ein-graceland-geheimnis-huetet-priscilla-presley-noch-1979847/ Wed, 12 Aug 2026 06:36:26 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260812-930-517204 Die Elvis-Villa Graceland in Memphis ist eine Pilgerstätte für Fans aus aller Welt – doch Witwe Priscilla Presley (81) wacht noch immer über die privatesten Räume des Kind of Rock ’n‘ Roll. «Die oberen Räume in Graceland sind für die Öffentlichkeit gesperrt. Ich lasse da niemanden hoch», sagte Presley der «Bunten». «Das finde ich auch wichtig. Dort lag sein privater Bereich, und da hat er nie jemanden hinaufgelassen. Deshalb soll das so bleiben.»

«Wie in einer Kirche»

Sie selbst sei hin und wieder in der Villa im US-Bundesstaat Tennessee. «Nicht oft, aber immer wieder. Und jedes Mal ist es lustig zu beobachten, wie jeder, der das Haus betritt, ganz ruhig wird und nur noch flüstert – wie in einer Kirche.»

Elvis und Priscilla Presley waren von 1967 bis 1973 verheiratet. Das Anwesen Graceland in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee war zeitweise das Zuhause des Paars. Es ist auch der Ort, wo Elvis Presley, Tochter Lisa Marie Presley und Enkel Benjamin Keough beigesetzt wurden. 2023 äußerte Priscilla Presley in einer Talkshow den Wunsch, ebenfalls in Graceland bestattet zu werden.

Quelle: dpa

 

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Bayern und Colorado kooperieren – Fusionsforschung im Fokus https://www.radioeins.com/bayern-und-colorado-kooperieren-fusionsforschung-im-fokus-1979811/ Wed, 12 Aug 2026 06:30:05 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260812-930-517166 Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus Bayern und dem US-Bundesstaat Colorado sollen künftig enger zusammenarbeiten. «Wir teilen die gemeinsame Überzeugung, dass Forschung und Innovation die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftlichen Fortschritt sind. Gerade in einer Zeit globaler Umbrüche und neuer internationaler Fragen wollen wir Vernetzung stärken und Verbindungen strategisch ausbauen», sagte Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU). 

Nach Angaben seines Ministeriums haben der Freistaat und Colorado eine entsprechende gemeinsame Erklärung unterzeichnet.

«Wer das glaubt, irrt»

Blume reist vom kommenden Dienstag (18. August) bis zum 26. August in die USA mit Stationen in Washington, Los Angeles, San Francisco und der Colorado State University in Denver. «Wir brauchen eine strategische Außenwissenschaftspolitik», sagte Blume. Innovation entstehe durch Kooperation. «Wissenschaft funktioniert nicht nach dem Prinzip Protektionismus – wer das glaubt, irrt.» 

Bei der Vereinbarung mit Colorado soll es auch um die Fusionsforschung gehen, in die die Politik in Deutschland seit einigen Jahren große Hoffnungen setzt. Beide Seiten sähen die Fusion als strategische Schlüsseltechnologie für die Energiegewinnung der Zukunft, teilte das Ministerium mit. 

Fusionsenergie entsteht, wenn Atomkerne unter sehr hoher Temperatur und hohem Druck miteinander verschmolzen werden. Theoretisch lassen sich damit klimaneutral große Energiemengen erzeugen. Weltweit wird daran geforscht, ob und wie das in einem Kraftwerk umgesetzt werden kann.

Quelle: dpa

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Supergroup Hollywood Vampires: «Rock kann unmöglich sterben» https://www.radioeins.com/supergroup-hollywood-vampires-rock-kann-unmoeglich-sterben-1979826/ Wed, 12 Aug 2026 06:30:05 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260812-930-517170 Es ist einer der Running Gags der Musikgeschichte. Seit Jahrzehnten wird Rockmusik immer wieder totgesagt. Rocklegende Alice Cooper kann darüber nur lachen. «Wenn Rock’n’Roll tot ist, was machen dann 100.000 Menschen auf den Festivals?», sagt der 78-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur in London. «Hard Rock kann unmöglich sterben, es macht einfach zu viel Spaß.»

Dass auch die Rockmusik bereits verstorbener Künstler weiterlebt, dafür sorgt Cooper mit seiner Supergroup Hollywood Vampires, die er vor fast 15 Jahren mit Aerosmith-Gitarrist Joe Perry und dem Schauspieler und Gitarristen Johnny Depp gegründet hat. Am 14. August erscheint ihr Live-Album «At Montreux Jazz Festival», das bereits 2018 aufgenommen wurde. Ende des Monats geben die Hollywood Vampires drei Konzerte in Deutschland – in Nürnberg (25.8.), Köln (26.8.) und Hamburg (30.8.).

Die Gruppe, zu der als dritter Gitarrist Tommy Henriksen gehört, hat sich auf Coverversionen von Rockklassikern spezialisiert und erinnert damit an verstorbene Idole wie Jim Morrison (The Doors), Keith Moon (The Who) oder Lemmy Kilmister (Motörhead). Dass Cooper selbst nach wilden Exzessen in den 70er Jahren noch lebt, führt der 78-Jährige auf seinen rechtzeitigen Abschied von Alkohol und Drogen zurück.

«Sonst wäre ich tot gewesen»

«Ich glaube, es liegt daran, dass ich seit 43 Jahren trocken bin, sonst wäre ich tot gewesen», sagt der Schockrock-Pionier. «Das hat sehr viel mit Überlebenswillen zu tun, und sehr viel hat auch damit zu tun, dass ich viel hatte, wofür es sich zu leben lohnte. Ich hatte eine großartige Frau. Wir hatten gerade unseren 50. Hochzeitstag.»

Tänzerin und Sängerin Sheryl Cooper ist bei jeder Tournee dabei und sogar Teil der Show. «Sie kann immer noch jede 20-Jährige beim Tanzen übertreffen. Und sie ist eine der besten Sängerinnen, die du je gehört hast», schwärmt Cooper, der mit Sheryl drei Kinder und inzwischen mehrere Enkelkinder hat.

Als die Rockstars einen Trinker-Club gründeten

Während der Rockopa heute gesund lebt und in seiner Freizeit leidenschaftlich gern Golf spielt, genoss er in den 70ern das wilde Leben. Damals stand der Name Hollywood Vampires für einen exklusiven Trinker-Club in Los Angeles, den Cooper mit anderen Musikergrößen wie Ex-Beatle Ringo Starr, Monkees-Sänger Micky Dolenz, Harry Nilsson und The-Who-Drummer Keith Moon gegründet hatte. Auch John Lennon soll gelegentlich dabei gewesen sein.

«All diese Jungs waren meine Helden», erinnert sich der Sänger. «Und auf einmal konnte ich einfach mit John Lennon und Keith Moon zusammensitzen und trinken, und mit all den Jungs aus den Bands. Wir waren zu diesem Zeitpunkt alle auf Augenhöhe.» Kurioserweise hätten die Mitglieder nie über Musik gesprochen. «Das war für uns Urlaub von der Musik – sich jeden Abend zu treffen und zu trinken.»

Die wilden Jahre sind vorbei

Bei den Hollywood Vampires von heute sind Exzesse wie damals laut Cooper undenkbar. «Wir alle haben die Drogensache durchgemacht», sagt Cooper. «Also nimmt keiner von uns Drogen. Johnny trinkt gern Wein. Joe und ich sind wahrscheinlich die Nüchternsten, was das angeht. Niemand verliert jemals die Kontrolle. Alle kommen pünktlich zu den Proben.»

Nach turbulenten Jahren und den Gerichtsprozessen um seine gescheiterte Ehe mit Amber Heard war Depp als Schauspieler in Hollywood zeitweise nicht mehr gefragt. Bei den Hollywood Vampires stand er nie infrage. «Johnny und ich haben uns bei den Dreharbeiten zu „Dark Shadows“ kennengelernt, und ich wusste sofort, dass er ein Bruder war», sagt Cooper. «Und ich mochte einfach seinen Sinn für Humor. Er hat einen sehr schwarzen Humor. Wie ich selbst.»

Trotz der unterschiedlichen Persönlichkeiten gibt es laut Cooper bei den Vampires keine Ego-Probleme. «Seit wir die Band zusammengestellt haben, hat es in dieser Band noch nie einen Streit gegeben», betont der 78-Jährige. «Niemand ist jemals wütend geworden, weggegangen und hat seine Gitarre hingelegt. Jeder respektiert jeden so sehr, dass es einfach Spaß macht, mit diesen Jungs zu spielen.»

David Bowie, Motörhead und The Doors

Zum Songkatalog der Hollywood Vampires, der auch auf dem neuen Live-Album «At Montreux Jazz Festival» zu hören ist, gehören neben Klassikern wie «Heroes» (David Bowie), «The Jack» (AC/DC), «Break On Through» (The Doors) oder «Ace Of Spades» (Motörhead) auch Lieder aus Joe Perrys Aerosmith-Repertoire wie «Sweet Emotion» oder Alice Coopers unverzichtbarer Kulthit «School’s Out».

Johnny Depp singt übrigens auch, etwa den Song «People Who Died» von der Jim Carroll Band, der gewissermaßen das Motto der Hollywood Vampires ist. Denn vor allem wollen die Musiker verstorbene Idole und Freunde würdigen.

Angst vor seinem eigenen Tod hat Alice Cooper, der jeden Morgen nach dem Aufstehen in der Bibel liest, übrigens nicht. Als Christ habe er eine klare Vorstellung davon, was ihn nach dem Tod erwarte. «Ich weiß, wohin ich gehe, wenn ich sterbe», sagt die Rocklegende. «Ich glaube nicht, dass ich als Schmetterling wiedergeboren werde oder so etwas. Ich vertraue fest auf meinen Glauben.»

Quelle: dpa

 

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Ladendieb verletzt Verkäuferin https://www.radioeins.com/ladendieb-verletzt-verkaeuferin-1979802/ Wed, 12 Aug 2026 06:17:10 +0000 https://www.radioeins.com/?p=1979802 Ein Ladendieb hat in Neustadt b. Coburg auf eine Verkäuferin eingeschlagen und ist dann geflüchtet. Der Mann steckte gestern erst Waren in seinen Rucksack und verließ den Laden dann, ohne zu zahlen. Eine Verkäuferin lief hinterher. Der Unbekannte versuchte erst noch vergeblich, sich zu verstecken. Als die Mitarbeiterin ihn aufforderte, das Diebesgut zurückzugeben, schlug der Mann mit der Faust auf die Verkäuferin ein und rannte Richtung Bahnhof. Eine sofortige Fahndung blieb erfolglos. Jetzt ermittelt die Polizei wegen räuberischen Diebstahls und Körperverletzung und sucht Zeugen.

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Bauarbeiter weist auf Verbot hin und wird bedroht https://www.radioeins.com/bauarbeiter-weist-auf-verbot-hin-und-wird-bedroht-1979799/ Wed, 12 Aug 2026 06:09:58 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260812-930-517051 Ein Bauarbeiter soll in Traunstein wegen eines Hinweises auf verbotenes Baustellen-Betreten mit dem Tod bedroht worden sein. Der 21-Jährige hatte einen Unbekannten am Dienstag darauf angesprochen, dass dieser die Baustelle in der Bahnhofstraße nicht betreten dürfe, wie die Polizei mitteilte.

Der Mann drohte dem Bauarbeiter daraufhin laut dessen Angaben, ihn umzubringen, und spuckte ihm ins Gesicht. Anschließend flüchtete er. Eine Fahndung mit mehreren Streifen blieb erfolglos. Die Polizei sucht nach Zeuginnen und Zeugen.

Quelle: dpa

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Linke kritisiert geplante Reform der Geheimdienste https://www.radioeins.com/linke-kritisiert-geplante-reform-der-geheimdienste-1979790/ Wed, 12 Aug 2026 06:03:15 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260812-930-517031 Die Linke lehnt die von der Bundesregierung geplante weitreichende Reform der deutschen Geheimdienste ab. Der verteidigungspolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Ulrich Thoden, sprach im ARD-«Morgenmagazin» von Aktionismus und Reformen, «die vor allem im Grunde eigentlich nur die Kompetenzen von Geheimdiensten und Exekutivorganen ausweiten – bei gleichzeitiger Rücknahme der Kontrolle.»

Es gebe aus guten Gründen das Gebot der Trennung von Polizei und Nachrichtendiensten. «Das ist eben eine bittere Lektion aus unserer Geschichte, insbesondere aus der Gestapo, die wir lernen mussten und die uns die Alliierten ins Stammbuch geschrieben haben.» 

In den vergangenen Jahren seien die Kompetenzen, was die Gefahrenaufklärung betrifft, gerade für die Nachrichtendienste deutlich erweitert worden. Und die Verfassungsgerichte hätten seinerzeit nur zugestimmt, weil die Nachrichtendienste weit vor irgendwelchen Ereignissen ermitteln und eben nicht eingreifen können und die Abwehr machen. 

«Was jetzt passiert, ist, dass wir im Grunde Doppelstrukturen schaffen, indem die Polizei aufklärt und abwehrt und die Nachrichtendienste dann auch aufklären und abwehren. Und Doppelstrukturen sind immer ineffizient und verfassungsrechtlich hier höchst bedenklich», sagte der Linken-Politiker.

Thoden: Bisheriges System hat sich bewährt

Das bisherige System hat sich nach den Worten von Thoden bewährt. Die Aufträge, die die Dienste im Moment haben, seien vollständig ausreichend. Es gehe um eine Struktur und darum, dass die Dienste die Nachrichten beschaffen würden, aufgrund derer dann andere Stellen Gefahrenabwehr vornehmen können oder aber auch politische Entscheidungen treffen: «Diese Trennung hat sich ja sehr bewährt.»

Die deutschen Nachrichtendienste sollen mit der Reform deutlich erweiterte Befugnisse für die Aufklärung von Terrorismus, Extremismus und geheimdienstlichen Aktivitäten anderer Staaten erhalten. Dazu gehört erstmals die Möglichkeit, in klar begrenzten Fällen aktiv einzugreifen. Ein entsprechender Gesetzentwurf, den das Bundeskabinett heute beschließen will, sieht neben neuen Befugnissen aber auch mehr Kontrolle und in einigen Bereichen neue Leitplanken für die Dienste vor.

Quelle: dpa

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Bericht: Eberl kurz vor Vertragsverlängerung beim FC Bayern https://www.radioeins.com/bericht-eberl-kurz-vor-vertragsverlaengerung-beim-fc-bayern-1979775/ Wed, 12 Aug 2026 05:52:51 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260812-930-516934 Sportvorstand Max Eberl steht einem Medienbericht zufolge kurz vor der Vertragsverlängerung beim FC Bayern München. Der 52-Jährige sei auf der jüngsten Asien-Reise des deutschen Fußball-Rekordmeisters von Präsident Herbert Hainer über das positive Signal des Präsidialausschusses informiert worden, berichtete die «Sport Bild». 

Der Aufsichtsrat trifft bei den Bayern die endgültige Entscheidung in diesen Personalfragen und muss den Vorschlag noch bestätigen. Die nächste Sitzung des Gremiums sei für den 25. August terminiert, hieß es weiter. Zuletzt hatte bereits Ehrenpräsident und Aufsichtsratsmitglied Uli Hoeneß die Tendenz für eine Vertragsverlängerung bei Eberl auf «100 Prozent» beziffert.

Entscheidung steht auch bei Vorstandschef bevor

Der Vertrag von Eberl läuft im Sommer 2027 wie der von Vorstandschef Jan-Christian Dreesen aus. Auch bei dem 58-Jährigen soll der Präsidialausschuss, der sich aus Mitgliedern des Aufsichtsrats zusammensetzt, grünes Licht für eine weitere Zusammenarbeit gegeben haben. 

Hoeneß hatte Eberl «eine perfekte Transferperiode» bescheinigt. Im WM-Sommer haben die Bayern den deutschen Nationalspieler Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt) und den marokkanischen WM-Teilnehmer Ismael Saibari (PSV Eindhoven) für jeweils rund 50 Millionen Euro Ablöse verpflichtet. 

Dazu wurden Spieler aus der zweiten Reihe für weit über 30 Millionen Euro verkauft. Weitere Abgänge sollen noch folgen. Abgeben will der Club noch die Leihrückkehrer João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza.

Quelle: dpa

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Ansah ohne Angst um 100-Meter-Medaille – Hunger auf mehr https://www.radioeins.com/ansah-ohne-angst-um-100-meter-medaille-hunger-auf-mehr-1979766/ Wed, 12 Aug 2026 05:50:05 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260812-930-516921 Die Ehrenrunde schenkte sich Owen Ansah, doch seine Bronzemedaille von den Leichtathletik-Europameisterschaften will der deutsche 100-Meter-Rekordler nicht so schnell wieder hergeben. Und geht es nach dem 25-Jährigen vom Hamburger SV, dann war es in Birmingham am Dienstagabend auch nicht sein letzter Sprint auf das Podium.

Der Fokus liege bereits auf den 200 Metern am Donnerstag, versicherte Ansah, als er noch immer in eine Deutschland-Fahne gehüllt von seinem Lauf auf Platz drei auf der Sprint-Königsstrecke berichtete. Und auch davon sprach, wie er den Wirbel um die drohende Sperre wegen des Vorwurfs einer verweigerten Dopingprobe wegstecke.

Kein Einfluss auf Verfahren

«Keine Angst» habe er, die Medaille nachträglich wieder abgeben zu müssen, versicherte Ansah im Alexander Stadium. Er wiederholte, was er schon Ende Juli bei den deutschen Meisterschaften erklärt hatte. «Ich habe ein super Team hinter mir, das verleiht mir Flügel. Ich kann das andere nicht beeinflussen. Ich kann nur beeinflussen, wie schnell ich auf der Bahn bin, und das habe ich heute gezeigt.»

Riesige Freude über Platz drei

Wie sehr der Antrag der Nationalen Anti Doping Agentur auf eine vierjährige Sperre in ihm arbeitet, war Ansah auch kurz nach dem Endlauf nicht anzusehen. Die Worte sprudelten aus ihm heraus. Er erklärte, dass der Start nicht so gut gewesen sei wie bisher in dieser Saison. 9,98 Sekunden lief Ansah bei seinem deutschen Rekord in Regensburg in diesem Jahr, 10,19 Sekunden waren diesmal gut genug für Bronze hinter den Briten Romell Glave und Jeremiah Azu. Der 25-Jährige holte damit die erste EM-Medaille eines deutschen Sprinters seit 1986, als Steffen Bringmann in Stuttgart für die DDR Silber bejubelte.

«Ich bin mega happy. Ich bin mit dem Ziel hergekommen, das 100-Meter-Finale mit einer Medaille zu verlassen. Am Ende kann ich mich riesig drüber freuen, dass ich Dritter geworden bin», sagte Ansah und traut sich nun auch etwas Ähnliches über die 200 Meter zu. Dort ist er in dieser Saison ebenfalls die Nummer drei in Europa. Der erhoffte erste Schritt, Deutschland wieder auf die Sprint-Landkarte zu bringen, ist ihm gelungen, ein zweiter soll folgen. Starts in den Staffeln sind indes nicht mehr vorgesehen. Mögliche nachträgliche Disqualifikationen würden somit nur Ansah selbst betreffen.

Hummel zieht Hut vor Ansahs mentaler Leistung

Dass er am Nachmittag des 9. Juli eine Dopingprobe verweigert hat, bestreitet Ansah. Abgegeben hat er sie nicht, weil er nach eigenen Worten unter Zeitdruck vor der Abreise zum Diamond-League-Meeting nach Monaco stand. Zudem habe er kurz vor dem Besuch des Kontrolleurs die Toilette besucht und so schnell keine Probe abgeben können.

«Viele Leute in Deutschland stärken mir den Rücken, das war auch ein Stück weit für die», betonte Ansah nun in Großbritannien. Dort äußerte Hammerwerfer Merlin Hummel großen Respekt für die Leistung seines Teamgefährten. «Man gibt sein Bestes, und wir sind Profis und auch Profis mental, hoffe ich. Und ja, was er da gerade gemacht hat, unfassbar mit diesem ganzen Druck. Also ziehe ich meinen Hut davor», sagte der EM-Zweite nach seinem Silberwurf kurz vor Ansahs Sprint.

Lückenkemper: Dinge außerhalb seiner Macht

Die als Team-Kapitänin amtierende Gina Lückenkemper befand, dass der in Mannheim trainierende Ansah das Ganze momentan für sich richtig angehe. «Indem er sich halt einfach auf sich und diesen Wettkampf konzentriert und alles andere erst mal versucht, auszublenden», erklärte die Ex-Europameisterin über 100 Meter und mit der Staffel im ZDF. «Das sind Dinge, die jetzt außer seiner Macht sind, die außer unserer Macht sind.»

Quelle: dpa

 

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Polizeibericht für Mittwoch, den 12.08.2026 https://www.radioeins.com/polizeibericht-fuer-mittwoch-den-12-08-2026-1979742/ Wed, 12 Aug 2026 05:49:45 +0000 https://www.radioeins.com/?p=1979742

Stadt und Landkreis Coburg

 

Neustadt b. Coburg – Am Dienstagvormittag flüchtete ein Ladendieb samt Diebesgut aus einem Verbrauchermarkt im Neustadter Stadtgebiet. Bei seiner Flucht verletzte er eine Mitarbeiterin des Marktes. Der Mann befüllte seinen Rucksack mit Waren. Er verließ um 11.15 Uhr durch den Kassenbereich den Verbrauchermarkt in der Eisfelder Straße ohne zu Zahlen. Eine Verkäuferin lief dem Ladendieb hinterher, als dieser flüchtete. Der Unbekannte versuchte sich zunächst vor der Verkäuferin zu verstecken, was jedoch misslang. Als die Mitarbeiterin des Marktes den Mann aufforderte die Waren zurück zu geben schlug dieser mit der Faust auf die Verkäuferin ein und flüchtete im Anschluss in Richtung des Neustadter Bahnhofs. Die alarmierten Polizeistreifen begannen mit einer umfangreichen Fahndung mit mehreren Einsatzfahrzeugen nach dem Ladendieb. Diese blieb allerdings erfolglos. Die Verkäuferin verletzte sich bei dem Vorfall leicht. Die Höhe des Entwendungsschadens ist unklar, da nicht bekannt ist, welche Gegenstände der Dieb entwendet hat. Die Neustadter Polizei ermittelt wegen Räuberischen Diebstahls und Körperverletzung. Sachdienliche Zeugenhinweise zu dem bis dato unbekannten Ladendieb nimmt die Polizei Neustadt unter der Tel.-Nr. 09568/9431-0 entgegen.

 

Neustadt b. Coburg – Am Dienstagabend kam es im Stadtgebiet Neustadt zu einem Streit, bei dem eine 41-Jährige ihre Nachbarin mit einem Bodenreinigungsgerät angriff. Die 49-Jährige kam am späten Abend zur Polizeidienststelle in Neustadt und zeigte den Vorfall, der sich gegen 20.45 Uhr zugetragen hatte, an. Die Angreiferin schlug ihrem Gegenüber mit dem Stiel des Wischmops auf den Kopf und mit der Faust ins Gesicht. Zudem kam es zu einer Spuckattacke und einer Vielzahl von Beleidigungen. Die Polizei Neustadt ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung. Die angegriffene Frau verletzte sich bei dem Vorfall nur leicht.

 


Landkreis Kronach

 


Landkreis Lichtenfels

 


Landkreis Hildburghausen

Landkreis Sonneberg

 


Hinweis: Die Informationen in der Rubrik „Polizeibericht“ stammen von den jeweiligen Polizeidienststellen und wurden redaktionell nicht bearbeitet.

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Der Höhepunkt des Sommers: Italien lässt die Läden runter https://www.radioeins.com/der-hoehepunkt-des-sommers-italien-laesst-die-laeden-runter-1979724/ Wed, 12 Aug 2026 05:31:31 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260812-930-516866 Der Zeitungskiosk: zu. Die Café-Bar an der Ecke: dicht. Die Bude des Fischhändlers auf dem Markt: geschlossen. So wie in Rom sieht es von Bozen bis Palermo derzeit auch in den allermeisten anderen italienischen Städten aus. Wer kann, hat sich an den Strand oder in die Berge verabschiedet, zumal in diesem Jahr, das auch noch besonders heiß ist. An fast allen Geschäften hängt ein Zettel: «Chiuso per ferie». Wegen Urlaubs geschlossen.

Der August ist für Italien nach wie vor der wichtigste Ferienmonat, mit dem absoluten Höhepunkt genau in der Mitte. Der 15. August ist in dem immer noch ziemlich katholischen Land mit seinen 59 Millionen Einwohnern sowohl kirchlicher als auch gesetzlicher Feiertag: Mariä Himmelfahrt. Oder auf Italienisch: Ferragosto. Dann gehen endgültig die Läden runter. Und das ist hier durchaus wörtlich zu nehmen.

In den Innenstädten ganze Häuserfronten verrammelt

Anders als in den deutschen Innenstädten mit ihren vielen Schaufenstern – manche vergittert, manche nicht – hat in Italien noch so gut wie jedes Geschäft die schweren metallenen Rollläden, die bis ganz nach unten auf den Bürgersteig reichen. Dort werden sie nach Ladenschluss dann noch einmal mit zwei oder drei Schlössern extra versperrt. Jetzt im August bleiben sie geschlossen rund um die Uhr. Die Straßen sind menschenleer, ganze Häuserfronten wie Festungen verrammelt.

Auf Italienisch heißt solch ein massives Teil aus Aluminium oder Stahl Serranda. Das kommt vom lateinischen serare, verriegeln. Es gibt aber noch ein anderes Wort dafür: Saracinesca. Der Grund liegt in der hiesigen Geschichte: Im Mittelalter wurden die Küstenstädte oft von Sarazenern überfallen, Piraten von der arabischen Halbinsel. Um die Stadt zu verbarrikadieren, nutzte man schwere Fallgitter aus Holz oder Eisen.

Millionen Rollläden prägen vielerorts das Straßenbild

Die deutsche Redewendung «Da geht bei mir der Laden runter» stammt übrigens aus der Zeit, als auch hierzulande viele Geschäfte noch Rollläden hatten – längst vorbei. In Italien hingegen gibt es nach Schätzungen noch zwischen vier und acht Millionen, viele schon älter und in schmutzigem Grau. Manchmal sieht das arg nach toter Straße aus, was die Städte vermeiden wollen. Deshalb ist man vielerorts dazu übergegangen, die Serrande (die Mehrzahl schreibt man mit e) zu besprayen oder zu bemalen. 

Meist hat das Motiv etwas mit dem jeweiligen Gewerbe zu tun: Fischhändler zeigen auf ihren Jalousien bevorzugt Fische oder den Meeresgott Neptun. Von Autohändlern werden gern Oldtimer oder Szenen aus der Werkstatt verwendet. Bei Feinkostläden sind Obstkörbe beliebt, bei Restaurants ein gedeckter Tisch, bei Waschsalons natürlich Waschmaschinen. Manchmal malt der Besitzer selbst, meist sind es Auftragsarbeiten. 

«Kunst wird sichtbar, wenn die Stadt zur Ruhe kommt»

In einigen Kommunen haben die Bürgermeister zur Verschönerung des Stadtbilds Wettbewerbe ausgeschrieben. Im römischen Viertel Garbatella werden in einer Straße nun links auf den Rollläden Artikel aus der italienischen Verfassung zitiert, rechts gibt es die Bilder dazu. In San Miniato in der Toskana hat man sich für Porträts historischer Persönlichkeiten entschieden. In Nurallao auf Sardinien durften Schulkinder die Läden bemalen: Alltagskultur.

Die Kunsthistorikerin Anna Patrizia Mongiardo hat über Italiens Rollläden sogar ein Buch geschrieben («Arte avvolgibile», Verschwindende Kunst). «Man sieht sie und sieht sie nicht. Sie rollt sich auf und wieder ab. Und wenn sie sich entfaltet, erscheint wie durch Zauberhand ein Gemälde. Die Kunst wird erst in den Nachtstunden sichtbar, wenn die arbeitende Stadt zur Ruhe kommt.» Oder eben in den Ferien. Falls noch jemand da ist.

Ferragosto gibt es schon seit mehr als 2.000 Jahren

An diesem Samstag dürften – abgesehen von den Urlaubsorten – die Innenstädte wieder so leer sein wie sonst nie. Ferragosto ist seit Menschengedenken der Tag, an dem der Sommer kulminiert. Der Begriff ist mehr als 2.000 Jahre alt. Die Feriae Augusti (Augustusruhe) wurde im Jahr 18 vor Beginn unserer Zeitrechnung vom ersten römischen Kaiser Augustus verfügt, nach dem ja auch der gesamte Monat benannt ist – als eine Art Erntedank nach getaner Arbeit auf den Feldern.

Anfangs begann dies am Monatsersten. Im siebten Jahrhundert verlegte die katholische Kirche das vorchristliche Fest auf Mariä Himmelfahrt, den 15. August – den Tag, an dem die Gottesmutter Maria nach katholischem Glauben in den Himmel aufgenommen worden sein soll. Mit dem Massentourismus wurde im 20. Jahrhundert daraus der «Ferientag schlechthin», wie es im Wörterbuch Treccani heißt, dem italienischen Gegenstück zum Duden.

Anfang September geht es wieder nach oben

Bis vor einigen Jahren waren die Straßen in den Innenstädten an diesem Tag tatsächlich menschenleer. 1988, so berichtete damals das Fernsehen, hatten in Rom mit seinen seinerzeit 2,8 Millionen Einwohnern gerade einmal sieben Geschäfte geöffnet. Inzwischen hat sich das geändert. Längst ist es kein Problem mehr, sich zu versorgen. Im Zeitalter der Globalisierung haben sich auch die Italiener internationalen Gebräuchen angepasst. 

Und trotzdem bleiben in vielen Geschäften die Rollläden noch unten – in der Regel bis zum 31. August. Am Morgen danach gehen die hoffentlich gut erholten Inhaber tief in die Knie, sperren die Schlösser auf und ziehen die Serrande mit einigem Krach wieder nach oben. Ein Geräusch, das man einen ganzen Monat lang nicht gehört hat. Und ein bisschen auch vermisst.

Quelle: dpa

 

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