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Katholiken begehen Gedenktag für Opfer sexuellen Missbrauchs

München (dpa/lby) – Katholische Pfarrgemeinden in ganz Bayern beteiligen sich am Sonntag am Gedenktag für Opfer sexuellen Missbrauchs. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, wird im Münchner Liebfrauendom um 10.00 Uhr einen Gottesdienst zelebrieren. Auch der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick will das Thema Missbrauch an diesem Wochenende bei Gottesdiensten ansprechen. In Augsburg ist am Sonntag (17.00 Uhr) in der Basilika St. Ulrich und Afra eine Gebetsstunde mit Weihbischof Florian Wörner geplant. Auch in den anderen bayerischen Diözesen soll der Opfer gedacht werden.

Papst Franziskus hatte den Gedenktag angeregt. Ende Oktober hatte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) den Vorschlag aufgegriffen und dafür den 18. November vorgeschlagen, der zugleich der europäische Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch ist. Auf der Internetseite der DBK können Pfarrgemeinden Materialien für Fürbitten, Gebete und Anregungen für die Gestaltung besonderer Gottesdienste herunterladen.

Ende September hatte die DBK eine Studie zum Missbrauch in der Kirche vorgestellt. Demnach sollen zwischen 1946 und 2014 mindestens 1670 katholische Kleriker mehr als 3670 Minderjährige missbraucht haben.