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Kathrein verkauft Antennen-Geschäft an Ericsson

Rosenheim (dpa) – Das vor rund 100 Jahren gegründete Traditionsunternehmen Kathrein setzt seinen Verkauf wichtiger Firmensparten fort. Das Geschäft mit Antennen und Filtern unter anderem für Mobilfunkstationen solle an den schwedischen Netzwerkausrüster Ericsson verkauft werden, teilte das Rosenheimer Unternehmen am Montag mit. Der Bereich mit rund 4000 Mitarbeitern an mehr als 20 Standorten weltweit werde voraussichtlich im dritten Quartal 2019 bei Ericsson eingegliedert. Zuvor müssten aber noch die zuständigen Aufsichtsbehörden grünes Licht geben. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.

Kürzlich hatte Kathrein bereits den Bereich Fahrzeugantennen an den Automobilzulieferer Continental verkauft. In der Hand des Unternehmens blieben nun unter anderem noch die Bereiche Rundfunktechnik und Satellitenempfang, sagte eine Sprecherin.

Über eine engere Partnerschaft oder sogar einen Spartenverkauf an Ericsson war bereits in den vergangen Wochen spekuliert worden. 2018 kam die Kathrein-Sparte nach vorläufigen Berechnungen auf einen Umsatz von 270 Millionen Euro, wobei die Verkäufe an Ericsson nicht mitgerechnet sind.

Der Netzwerkausrüster Ericsson wappnet sich nach eigenen Angaben durch den Kauf für den Start der neuen 5G-Mobilfunktechnologie. «Mit dem zusätzlichen Fokus auf das Antennen- und Filtergeschäft, das von Kathrein-Fachleuten geleitet wird, werden wir unser Angebot erweitern, um den für die Einführung von 5G erforderlichen Raum an Mobilfunknetzstandorten weiter zu optimieren», sagte Fredrik Jejdling, zuständiger Bereichsleiter bei Ericsson.