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Kaufhof am Münchner Stachus bleibt noch zwei Jahre erhalten

München (dpa/lby) – Eines der bekanntesten Münchner Kaufhäuser bleibt noch zwei Jahre länger in Betrieb: Der Kaufhof am Stachus soll nun erst 2022 geschlossen werden und nicht schon in diesem Herbst, wie die Gewerkschaft Verdi am Freitag mitteilte. Sowohl der Vermieter als auch der Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz kamen dem Betriebsrat nach Angaben der Gewerkschaft weit entgegen. Nach dem zweijährigen Aufschub sollen die Mitarbeiter so weit wie möglich in anderen Häusern des Konzerns neue Arbeitsplätze finden. In einem an die Mitarbeiter gerichteten Schreiben von Galeria Karstadt Kaufhof, das der dpa vorliegt, ist davon die Rede, dass die Filiale am Stachus «für eine Übergangszeit bis mindestens Ende 2022 erhalten» werde.

Der in den 1950er Jahren eröffnete Kaufhof am Stachus befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft mehrerer anderer Kaufhäuser in der Münchner Innenstadt, die insolvente Muttergesellschaft Galeria Karstadt Kaufhof will das Haus mit seinen über 200 Mitarbeitern im Rahmen eines bundesweiten Sparprogramms mit der Schließung Dutzender Häuser aufgeben.

«Das ist eine gute Nachricht für München und die Kaufhof-Beschäftigten», sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Ursprünglich waren in Bayern sechs Kaufhäuser des Konzerns zur Schließung vorgesehen. Die ursprünglich ebenfalls auf der Liste stehenden zwei Karstadt-Filialen in Nürnberg sollen aber nun doch erhalten bleiben. Aiwanger war an den Gesprächen beteiligt.