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Kinder wünschen sich Spielzeug und Frieden vom Christkind

Himmelstadt (dpa/lby) – Endspurt in Bayerns einzigem Weihnachtspostamt: «Rund 55 000 Briefe sind bereits weggeschickt und viele Tausend sind noch im Umlauf», sagte Rosemarie Schotte, Leiterin der Filiale im unterfränkischen Himmelstadt (Landkreis Main-Spessart), der Deutschen Presse-Agentur. Seit mehr als drei Wochen beantworten die ehrenamtlichen Helfer des Christkindes täglich mehrere Tausend Briefe von Kindern und Erwachsenen. «Ich denke, am Ende werden wir wieder etwa 70 000 Antwortbriefe verschickt haben», sagte Schotte weiter.

Die Briefe mit Wunschzetteln, gemalten Bildern und aufgeschriebenen Gedanken werden in Himmelstadt stets mit einem persönlichen Anschreiben sowie einer selbst entworfenen und illustrierten Weihnachtsgeschichte beantwortet. Besonders aufwendige oder ans Herz gehende Briefe erhalten sogar eine mehrzeilige handschriftliche Antwort.

Inhaltlich drehten sich die Briefe an das Himmelstädter Christkind natürlich vor allem um Geschenkwünsche. «Lego, Playmobil, Anna und Elsa, Paw Petrol – alle Spielsachen, die in der Werbung zu finden sind, die sind auch auf unseren Wunschzetteln», sagte Schotte. Viele wünschten sich aber auch Frieden in der Familie und in der ganzen Welt, dass arme Kinder auch Geschenke bekommen und dass Eltern nicht streiten.

Ärgerlich seien allerdings auch in diesem Jahr wieder die Erwachsenen, die in ihre Briefe eine Liste mit Adressen schicken und darum bitten, dort Antwortbriefe des Christkindes zu senden. «Das schicke ich komplett zurück. Wir erledigen nicht die Weihnachtspost für die Erwachsenen!»

Bundesweit gibt es sieben Weihnachtspostfilialen: zwei vom Weihnachtsmann, drei vom Christkind und zwei vom Nikolaus.