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Klausen und Krampusse läuten Brauchtumsspektakel ein

Haldenwang (dpa/lby) – Im Allgäu treiben in den kommenden Wochen wieder schaurige Gestalten in etlichen Gemeinden ihr Unwesen. Zur Einstimmung auf das traditionelle Bärbele- und Klausentreiben heißt es heute zunächst im Ortsteil Börwang der Oberallgäuer Gemeinde Haldenwang «Börwang brennt». Das Klausentreiben ist seit mehreren Jahrhunderten belegt und geht möglicherweise auf einen uralten heidnischen Brauch zum Vertreiben von Geistern zurück. Die hexenähnlichen Bärbele sind dabei die weibliche Alternative zu den wilden männlichen Klausen.

In Börwang werden nach Angaben der Veranstalter am Samstag zunächst aus dem gesamten Alpenraum zottelige Klausen, Bärbele, Krampusse und Perchten für einen Umzug zusammenkommen, insgesamt rund 450 finster verkleidete Teilnehmer. Damit sollen die unterschiedlichen vorweihnachtlichen Bräuche in den Bergregionen präsentiert werden. Das Treffen findet alle vier Jahre statt.

Die eigentlichen Klausentreiben finden dann in vielen Allgäuer Orten Anfang Dezember statt. In der Vergangenheit war mitunter wegen des Spektakels auch die Polizei gefordert, weil immer wieder einmal einzelne rutenschwingende Klausen über die Stränge schlagen und es zu Körperverletzungen kommt.