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Knauf sieht positives Zeichen bei geplanter USG-Übernahme

Iphofen (dpa) – Der Baustoff-Konzern Knauf kommt bei seiner geplanten Milliardenübernahme des US-Konkurrenten USG nach eigenen Angaben voran. Das unterfränkische Unternehmen Gebr. Knauf KG aus Iphofen bei Würzburg nannte es am Mittwoch in einer Mitteilung ein «positives Zeichen», dass der Aufsichtsrat von USG sein Management autorisiert habe, in Gespräche über das Angebot einer Auszahlung von 42 US-Dollar pro Aktie einzutreten.

«Wir sind ebenso erfreut, dass der Aufsichtsrat anerkennt, dass Aktieninhaber eine Transaktion sehen möchten.» Die Unterzeichnung einer Vertraulichkeitsvereinbarung und Gespräche seien die nächsten Schritte. Es gebe jedoch keine Garantie dafür, dass sich aus diesen Gesprächen eine Transaktion ergebe, betonte Knauf.

Knauf bietet nach bisherigen Angaben umgerechnet etwa 5,9 Milliarden US-Dollar (4,88 Mrd Euro) für den US-Rivalen. Das USG-Management hatte das Angebot zunächst als unangemessen zurückgewiesen. Die Aktionärs-Berater ISS und Glass Lewis hatten laut Knauf aber für Gespräche plädiert und den Widerstand des USG-Vorstands kritisiert.

ISS und Glass Lewis habe den Aktionären von USG empfohlen, auf der Hauptversammlung am 9. Mai gegen alle vier Vorstandskandidaten zu stimmen, wie Knauf am vergangenen Dienstag mitgeteilt hatte. So solle der USG-Vorstand zu Gesprächen über die Offerte gebracht werden.

Knauf ist nach eigenen Angaben mit aktuell rund 10,6 Prozent bereits USG-Aktionär. Der Gips-Hersteller ist ein führender Hersteller von Baumaterialien und betreibt nach eigenen Angaben weltweit mehr als 220 Standorte. 2017 erwirtschaftete das Unternehmen mit mehr als 27 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 7 Milliarden Euro.