© Armin Weigel

Koenig und 9/11: Ausstellungen in Landshut und New York

Landshut (dpa) – Zum 20. Jahrestag der Terroranschläge in den USA erinnern zwei Ausstellungen an den Bildhauer Fritz Koenig und dessen berühmtestes Werk: die acht Meter hohe Bronze-Skulptur «The Sphere». Diese war am 11. September 2001 unter den Trümmerbergen des eingestürzten World Trade Centers in New York verschüttet und schwer beschädigt worden. 30 Jahre lang hatte die Skulptur auf der zentralen Plaza vor den markanten Zwillingstürmen gestanden. Am Freitag (10. September) werden sowohl in New York wie auch in Fritz Koenigs niederbayerischer Heimatstadt Landshut Ausstellungen eröffnet.

Die Bronze-Plastik, auch bekannt unter «Große Kugelkaryatide», war wenige Wochen nach den Anschlägen aus den Trümmern geborgen, zerlegt und eingelagert worden. Zum Gedenkakt sechs Monate nach den Anschlägen wurde sie im Battery Park wieder zusammengesetzt. Seit August 2017 steht «The Sphere» an der 9/11-Gedenkstätte neben dem neu errichteten World Trade Center.

Fritz Koenig hat die Rückkehr seiner «Kugel» an ihren alten Standort nicht mehr erlebt: Er starb im Februar 2017 im Alter von 92 Jahren. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer. Er schuf unter anderem das Mahnmal der Bundesrepublik Deutschland im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen sowie das Denkmal für die Opfer des Olympiaattentats von 1972 in München.

© dpa-infocom, dpa:210907-99-119518/2