Philipp Kohlschreiber., © Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Kohlschreiber kann sich Trainer-Job vorstellen

Nach dem Ende seiner Tennis-Karriere kann sich Philipp Kohlschreiber irgendwann auch mal einen Trainer-Job vorstellen. «Erst mal nicht, aber wer weiß, was in zwei Jahren ist. Das hängt sicher auch vom Spieler ab. Aber so als Mentor für Talente zu arbeiten, ihnen aus meiner Sicht einiges zu erklären, das würde mir Spaß machen», sagte Kohlschreiber der «Süddeutschen Zeitung». «Ich habe zwar keinen Trainerschein und weiß auch nicht, ob der mir helfen würde. Dafür weiß ich aber, wie man in der Off-Season einen Spieler aufbaut.»

Kohlschreiber hatte im Juni nach seinem Aus in der Qualifikation für den Rasen-Klassiker in Wimbledon seine Karriere beendet. Er wolle jetzt das Jahr ausklingen lassen. «Mein Plan ist, die Bundesliga-Saison für den TC Großhesselohe zu Ende zu spielen und dann den Schläger wegzulegen», sagte der 38-Jährige. Mit dem Deutschen Tennis-Bund habe es noch keine Gespräche gegeben, aber das eile auch nicht.

«Ich werde auch mal in einige Aufgaben reinschnuppern. Ich merke jetzt so richtig: Es ist schön zu Hause. Das muss man sich vorstellen: In 20 Jahren war ich nie länger als sechs bis acht Wochen daheim. Man war immer getrieben. Jetzt mache ich Sachen für mich», betonte der Augsburger, der im September beim Davis Cup in Hamburg noch geehrt werden soll.

Kohlschreiber konnte in seiner Karriere acht Turniere gewinnen, dabei holte er dreimal den Titel auf Sand in München und siegte einmal in Halle auf Rasen. In Wimbledon stand der langjährige deutsche Davis-Cup-Spieler 2012 im Viertelfinale, bei den anderen drei Grand-Slam-Turnieren schaffte er es jeweils bis ins Achtelfinale. Ende Juli 2012 stand Kohlschreiber sogar einmal auf Platz 16 der Weltrangliste.