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Komponisten-Urenkelin Daphne Wagner befürwortet Reformen

Bayreuth (dpa) – Aus Sicht der Komponisten-Urenkelin Daphne Wagner ist die Satzung der Richard-Wagner-Stiftung veraltet und muss überholt werden. Das sagte die 74-Jährige dem «Nordbayerischen Kurier» (Samstag) in Bayreuth. Ihre Cousine Katharina Wagner, die Leiterin der Bayreuther Festspiele, hatte jüngst Änderungen angekündigt. Eine Arbeitsgruppe soll sich demnach mit der Reform der Satzung der Richard-Wagner-Stiftung befassen. Daphne Wagner spricht von einem langwierigen Prozess.

Zwei Dinge sind ihr besonders wichtig: «Die Familie kann nicht rausdividiert werden, wir sind die Stifter-Familie», sagt sie. Und: Das Festspielhaus soll «selbstverständlich» ausschließlich den Festspielen und den Werken ihres Urgroßvaters vorbehalten bleiben.

Die Richard-Wagner-Stiftung wurde 1973 errichtet und ist Eigentümerin des Festspielhauses. Sie wählt auch den Festspielleiter. Die Arbeitsgruppe, die nun die Satzung auf den Prüfstand stellen soll, gebe es bereits seit 2007, sagte Daphne dem Zeitungsbericht zufolge. Sie sei also nicht neu, habe aber seit damals nicht mehr getagt.

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