Kräftiges Minus bei der bayerischen Binnenschifffahrt

Die bayerische Binnenschifffahrt hat bereits vor den Niedrigwasserproblemen im Sommer einen deutlichen Rückgang der Frachtmengen verzeichnet. Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden 2,95 Millionen Tonnen Güter in den bayerischen Häfen umgeschlagen, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte. Das sind 6,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei hatte es im ersten Halbjahr 2021 ein deutliches Minus gegeben. Zum Vergleich: 2020 lag der Güterumschlag im ersten Halbjahr noch bei 3,7 Millionen Tonnen.

Im laufenden Jahr entfielen 1,61 Millionen Tonnen Güter auf das Donaugebiet und 1,34 Millionen Tonnen auf das Maingebiet. Die umschlagstärksten Häfen waren Regensburg mit 559.000 Tonnen und Aschaffenburg mit 367.000 Tonnen. Die wichtigsten Güter waren Erze, Steine, Erden und andere Bergbauerzeugnisse mit 21,8 Prozent des Gütervolumens. Sie überholten damit die Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei, deren Anteil um 6,6 Punkte auf 21,5 Prozent sank.

Im trockenen Sommer hatte die bayerische Binnenschifffahrt unter niedrigen Wasserständen gelitten. Dies wird sich allerdings erst in den Zahlen für das zweite Halbjahr niederschlagen.