© Karl-Josef Hildenbrand

Künstler erklären sich für Stele verantwortlich

Schwangau (dpa/lby) – Nach dem Fund mehrerer rätselhafter Stelen weltweit haben sich drei Künstler für ein Exemplar nahe dem Schloss Neuschwanstein verantwortlich erklärt. Fotograf Keno Peer sagte am Freitag, er habe mit zwei befreundeten Musikern, Nick Yume und Simon Gerber, durch das Projekt unter dem Titel «Swanolith» auf einen achtsamen Umgang mit der Natur aufmerksam machen wollen.

Die Stele solle Menschen dazu bringen, ihr Verhalten in der Natur zu reflektieren, sagte Peer. «Was wäre, wenn der Müll in unserer Landschaft so viel Aufmerksamkeit erhalten würde wie diese Stele?» Wegen des großen Besucherandrangs auf dem Grundstück in Schwangau (Landkreis Ostallgäu) habe sich die Gruppe aber entschieden, die Stele wieder abzubauen, sagte Peer. «Ich will nicht, dass die Leute deswegen über dieses Biotop rennen.»

Nachdem Mitte November im US-Bundesstaat Utah ein Monolith aufgetaucht war, wurde weltweit eine Reihe ähnlicher Stelen entdeckt – etwa auf der britischen Isle of Wight, in einem Naturgebiet im Norden der Niederlande und im südhessischen Sulzbach. Teilweise waren die Stelen nach wenigen Tagen wieder verschwunden.

Das löste großes Rätselraten in den sozialen Medien aus. Beobachter vermuteten Installationen von Künstlern oder eine Hommage an den Science-Fiction-Film «2001: Odyssee im Weltraum», in dem ähnliche Objekte eine Rolle spielen – andere witterten sogar Aliens. Zu manchen der Skulpturen bekannten sich später lokale Künstler, bei anderen ist die Entstehung noch immer ungeklärt.