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Kurzarbeit, Stellenabbau: Metallindustrie im Krisenmodus

München (dpa/lby) – Die bayerische Metall- und Elektroindustrie sieht noch kein Licht am Ende des Tunnels. Nach einer Verbandsumfrage produzieren zwar 30 Prozent der Unternehmen wie vor der Rezession. Aber «für über die Hälfte der Betriebe wird der Normalzustand erst Ende 2022 oder später erreicht», sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt am Dienstag in München.

Im Corona-Jahr 2020 hätten 60 Prozent der Betriebe Umsatz eingebüßt, «durchschnittlich 20 Prozent». Jedes fünfte Unternehmen baue Stellen ab. Der Anteil der Unternehmen, die betriebsbedingte Kündigungen aussprechen, habe sich seit Mai 2020 von 6 auf 12 Prozent verdoppelt. Fast jeder siebte Beschäftigte sei derzeit in Kurzarbeit, «im Maschinenbau ist sogar jeder zweite in Kurzarbeit.»

In der laufende Tarifrunde gebe es keinen Verteilungsspielraum. «Den Unternehmen fehlt die Liquidität, um in die Zukunft zu investieren», sagte Brossardt.

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