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Lahm mit Sorgen: «Amateurfußballer leiden sehr»

München (dpa) – Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm sorgt sich in der Corona-Pandemie um den Breitensport. «Unsere Amateurfußballer leiden sehr. Ich habe einen achtjährigen Sohn mit einem unglaublich großen Bewegungsdrang – so, wie es bei mir früher selbst auch war. Es fehlt der sportliche Ausgleich», sagte der 37-Jährige in einem Interview bei «t-online.de». «Unseren Kindern geht während der Pandemie etwas verloren, von dem wir heute noch nicht wissen, was für Auswirkungen das auf die Entwicklung hat.»

Seit Monaten bremst der Lockdown die Amateursportler, wenngleich es zuletzt leichte Lockerungen gab. Die aktuelle Situation mache ihn traurig, sagte Lahm. «Ich habe Angst davor, dass nicht alle Ehrenamtler*innen und Kinder zurückkommen. Die Menschen haben gerade viele Sorgen. Und weil der Amateursport von ehrenamtlich Engagierten getragen wird, kann es passieren, dass Strukturen und Routinen wegbrechen, Interesse verloren geht und Resignation eintritt.»

Dass der Profisport weiterläuft, befürwortet der langjährige Profi des FC Bayern München. «Es gibt – speziell auch meinem Sohn – ein Stück Normalität in dieser verrückten Zeit. Samstag 15.30 Uhr läuft die Bundesliga. So war es schon immer, und so ist es auch trotz Corona. Die Bundesliga gibt den Menschen Routine und ein wenig Normalität», sagte der Weltmeister von 2014.

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