Ein verstecktes Rehkitz in einer Wiese bei Nördlingen., © picture alliance/Matthias Balk/dpa/Archivbild

Landesanstalt testet Hightech-Rettung von Rehkitzen

Die Landesanstalt für Landwirtschaft testet ein Hightech-Verfahren zur Rettung von Rehkitzen vor der Heumahd. Zum Einsatz kommen dabei Sensorbalken, die vor dem Mähwerk eines Traktors montiert werden, wie die Freisinger Behörde am Montag mitteilte. In einer Testphase fuhren die Traktoren dafür 31 eigens angelegte Teststreifen ab, auf denen Attrappen von Rehkitzen und anderen Wildtieren versteckt waren. Die Ergebnisse lagen noch nicht vor, die Landesanstalt will die Daten vor der nächsten Mähsaison publizieren.

Die «Sensosafe» genannten Sensorbalken werden von einem österreichischen Unternehmen hergestellt. Tierschutzorganisationen wie die Deutsche Wildtierstiftung werben für den Einsatz von Hochtechnologie für die Rettung von Rehkitzen, brütenden Vögeln oder auch Hasen. Denn die Tiere verharren beim Herannahen einer Landmaschine in aller Regel regungslos im Gras und werden dann häufig «vermäht». Das ist eine blutige Angelegenheit, die abgesehen vom Tod eines Tieres auch zusätzliche unangenehme Arbeit für den Bauern bedeutet und das Heu verunreinigt. Zudem ist es gesetzlich vorgeschrieben, Tiere auch bei der Mahd zu schützen und geeignete Vorkehrungen zu treffen.

Eine weitere Methode zur Tierrettung ist der Einsatz von Drohnen, die mit Wärmebildkameras ausgerüstet sind. Die «Sensosafe»-Balken sollen laut Hersteller den Vorteil bieten, dass sie Arbeitszeit und Personal sparen, weil die Bauern nicht vor dem Mähen eigens nach versteckten Wildtieren suchen müssen.