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Landtag würdigt die Rolle der Stadt Hof im Herbst 1989

Hof (dpa/lby) – Mit einem Festakt hat der Bayerische Landtag die besondere Rolle der Stadt Hof im Herbst 1989 gewürdigt. Vor genau 30 Jahren kamen dort die ersten Botschaftsflüchtlinge aus Prag mit sechs Sonderzügen an. «Wer die DDR auf diesem Wege verlassen hat, hatte sich auf eine Reise ins Ungewisse gemacht», sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner im Rahmen der Veranstaltung am Dienstagabend. «Und die Menschen hier in Hof, in Oberfranken, haben dafür gesorgt, dass die Reisenden angekommen sind.»

Tagelang hatten die DDR-Bürger zuvor auf dem Gelände der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland ausgeharrt. Am 30. September 1989 verkündete der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) vom Balkon der Botschaft ihre Ausreise. «Ich bin dann mit dem Gefühl eingestiegen: Jetzt trete ich ein in die Freiheit», erinnerte sich Markus Rindt, der damals mit einem der Züge nach Hof kam.

Dieses Gefühl der Freiheit und Einheit gelte es zu bewahren, mahnten Zeitzeugen und Politiker. «Die Mauer ist weg», sagte Ilse Aigner. «Aber einige Gräben sind noch da.»