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Lewandowski plant noch lange Karriere: Vielleicht bis 40?

München (dpa) – Robert Lewandowski will seine Karriere nach dem Vertragsende im Jahr 2023 auf jeden Fall fortsetzen. «Der jetzige Vertrag ist nicht mein letzter. Ich will noch länger spielen. Und ich will noch mehr erreichen, meine Kollegen in München denken genauso», sagte der «Fußballer des Jahres» in einem Interview des «Kicker» (Montag). Im Sommer 2023 wäre Lewandowski fast 35 Jahre alt.

Der Triplegewinner mit dem FC Bayern München wird immer wieder als Musterprofi gerühmt und fühlt sich keineswegs schon wie ein Profi im reiferen Alter. «Ich fühle mich nicht wie 32. Ich fühle mich besser als mit 26», sagte Lewandowski. «Das betrifft nicht nur meinen Körper, sondern auch das Fußballerische und Technische: Da habe ich in den vergangenen Jahren ganz gezielt gearbeitet, um mein optimales Niveau zu erreichen. Es freut mich sehr, dass ich das geschafft habe und noch länger auf höchstem Level Fußball spielen kann. Ich tue alles, um noch einige Jahre diese Form zu halten.»

Auf die Frage, ob er dann noch zehn Jahre spielen könne, sagte der Pole: «Zehn Jahre? Vielleicht acht.» Ein Karriereende beim FC Bayern, für den Lewandowski seit 2014 stürmt, sei eine Option. «Aber ich habe noch so viele Jahre vor mir, ich denke nicht an das Ende meiner Karriere», erklärte der Torschützenkönig in gleich drei Wettbewerben.

Sein ebenfalls geehrter Trainer Hansi Flick will auch nicht zu weit in die Zukunft schauen. «So langfristige Gedanken habe ich mir noch nie gemacht und muss es auch jetzt nicht tun. Ich lasse alles auf mich zukommen. Selbst in der Zeit ohne Job habe ich mich immer weitergebildet, das ist mein Anspruch an mein Leben», sagte der 55-Jährige. Sein Vertrag läuft ebenso bis zum 30. Juni 2023.

Nach dem Triple-Triumph mochte Flick nicht darüber spekulieren, ob seine Mannschaft in Europa wie der FC Bayern von 1974 bis 1976 mit drei Titeln oder Real Madrid mit vier Siegen von 2014 bis 2018 eine Ära prägen kann. «Der Respekt vor den anderen Teams verbietet solche Gedanken. Ziele kann man ausgeben, doch sie müssen realistisch sein. Außerdem verlieren wir Qualität durch Abgänge», sagte Flick.