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LKA-Chef: Konsequenzen bei Extremismus unter Polizisten

Augsburg (dpa/lby) – Der neue Chef des Bayerischen Landeskriminalamts Harald Pickert hat einen harten Kurs gegen Extremismus in den Reihen der Polizei angekündigt. «Wir haben für Rechtsextremismus oder Reichsbürgertum kein Verständnis», sagte Pickert im Gespräch mit der «Augsburger Allgemeinen» (Donnerstagausgabe). «Wer in Chatgruppen rassistische, menschenfeindliche oder volksverhetzende Dinge verbreitet, wird die Konsequenzen spüren.»

Das gelte auch für Kollegen, «die sich jetzt bei Corona-Demos in der Öffentlichkeit zeigen und damit prahlen, dass sie aktive oder ehemalige Polizisten sind», sagte der LKA-Chef, dessen Behörde zuständig für Ermittlungen innerhalb der bayerischen Polizei ist. «So ein Kollege hat bei uns nichts zu suchen.»

Die Polizei müsse für die Werte der demokratischen Gesellschaft stehen. «Wenn man mit Gewalt konfrontiert wird, dürfen daraus keine extremen oder gar extremistischen Ansichten entstehen», betonte Pickert. «Das muss man akzeptieren, dass dieser Beruf solche Erlebnisse mit sich bringt.»