Makkabi Winterspiele in Ruhpolding: «Mehr als nur Sport»

Mit bis zu 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern finden in Ruhpolding die ersten Makkabi Winterspiele statt. Bis zum kommenden Montag messen sich Athletinnen und Athleten aus der internationalen jüdischen Sportbewegung in sieben Sportarten miteinander. «Die Makkabi Winterspiele sind mehr als nur Sport, sie sind auch eine Feier jüdischer Kultur und jüdischer Identität. Makkabi verbindet Menschen über Grenzen hinweg, unabhängig von ihrer Herkunft und Religion», sagte Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) in einer Videobotschaft am Montag.

Die weltweite jüdische Sportbewegung Makkabi wurde vor mehr als 100 Jahren gegründet. 1936 in der damaligen Tschechoslowakei fanden zuletzt jüdische Winterspiele statt, ehe sie von den Nationalsozialisten verboten wurden. Im Sommer 2015 hatte Berlin die ersten Makkabi Spiele in Deutschland ausgetragen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Winterspiele kommen nach Veranstalterangaben aus 20 Ländern, darunter der Ukraine, Israel, den USA und Australien. Die Makkabi Spiele seien ein «gelebtes Symbol für Vielfalt und Miteinander und setzen ein klares Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung», erklärte Baerbock.

Der Präsident von Makkabi Deutschland, Alon Meyer, hofft auf ein «positives und kraftvolles Signal über die deutsche und europäische Grenze» hinaus. «Diese Games unterstreichen erneut die integrative Kraft des Sports und die unabdingbare Präsenz jüdischen Lebens», erklärte Meyer.