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Nach Geldtransporter-Überfall – Täter weiter auf der Flucht

Köln (dpa) – Nach dem Überfall auf einen Geldtransporter am Flughafen Köln/Bonn geht die Polizei zahlreichen Hinweisen auf die beiden weiterhin flüchtigen Täter nach.

Etwa 20 Zeugenhinweise seien bei den Ermittlern eingegangen und würden nun geprüft, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Unter den Zeugen, die sich gemeldet haben, ist nach Polizeiangaben auch die Person, die am Mittwochmorgen ein Video von der Flucht der Täter aufgenommen hatte.

Die zwei Maskierten hatten bei dem Überfall auf den Geldtransporter einen Wachmann angeschossen und schwer verletzt. Der Mitarbeiter war zeitweise in Lebensgefahr und musste notoperiert werden. «Sein Zustand hat sich stabilisiert», sagte Bremer.

Die Räuber waren nach der Tat mit einem Koffer in einem schwarzen Audi geflohen. Im nahe gelegenen Kölner Stadtteil Porz setzten sie das Auto in Brand. Der Wagen sei zuvor gestohlen worden, sagte Bremer. Bei dem Koffer könnte es sich nach Worten Bremers um einen Geldkoffer handeln. Die Ermittler machten darüber hinaus keine Angaben, ob die Täter tatsächlich Geld erbeuteten.

In dem ausgebrannten Autowrack hatten die Ermittler eine Kalaschnikow entdeckt. Es werde geprüft, ob es sich dabei um die Tatwaffe handele, sagte Bremer. An dem überfallenen Geldtransporter seien keine Einschusslöcher gefunden worden.

Laut Polizei gehört der Geldtransporter zu einem Unternehmen, das bereits vor einem Jahr überfallen worden war. Damals hatten Unbekannte einen Geldtransporter auf dem Parkplatz eines Ikea-Kaufhauses in Köln-Godorf ausgeraubt. Auch hier wurde der Fluchtwagen wenig später in der Nähe brennend entdeckt. Dieser Fall werde nun noch einmal unter die Lupe genommen, sagte die Polizeisprecherin. Zuvor hatte die «Rheinische Post» entsprechend berichtet.