Mayer weist in Masken-Affäre alle Vorwürfe von sich

Der frühere CSU-Generalsekretär Stephan Mayer hat jegliches Fehlverhalten oder gar Einflussnahme bei der Vermittlung von möglichen Maskenkäufen in der Corona-Krise zurückgewiesen. Er habe lediglich die Nachrichten, die ihm seine Schwester geschickt habe, an die zuständigen Stellen weitergeleitet, sagte der ehemalige Staatssekretär im Bundesinnenministerium am Freitag bei seiner Aussage im Masken-Ausschuss des bayerischen Landtags. Gerade zu Beginn der Pandemie seien Masken sehr schwer zu beschaffen gewesen. Mayer betonte, die Entscheidung, ob Masken gekauft wurden oder nicht, sei nach einer Prüfung durch das Gesundheitsministerium erfolgt.

Mayer kritisierte, dass auch sein Name im Zuge der Maskenaffäre immer wieder von Politikern anderer Parteien und Medien genannt worden sei. Es sei so ein Eindruck vermittelt worden, er sei ein Mitglied eines Netzwerkes gewesen. «Es wird versucht ein Geschmäckle zu konstruieren», sagte Mayer.

Bereits Anfang Mai hatte die Schwester von Mayer, Verena Mayer, im Ausschuss ausgesagt. Sie hatte damals auf Drängen von Andrea Tandler, Tochter des früheren CSU-Generalsekretärs Gerold Tandler, versucht, Kontakte zur Bundesregierung zu vermitteln. Im Gegenzug hatte Verena Mayer dann versucht, von Tandler eine Provision von fünf Cent pro Maske zu erhalten. Insgesamt ging es um die Vermittlung von einer Million Masken. Nachdem Tandler aber darauf nicht reagiert habe, habe sie auch ihre Forderung wieder ad acta gelegt.

Ziel des Ausschusses ist es, Maskengeschäfte der Staatsregierung in der Corona-Pandemie, mögliche Beteiligungen von Abgeordneten und teilweise hohe Provisionszahlungen an Parlamentarier aufzuklären. Das Gesundheitsministerium betonte wiederholt, in keinem Fall seien Provisionen seitens des Ministeriums an Mandatsträger gezahlt worden.