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Mehr Geld für Beschäftigte im Groß- und Außenhandel

München (dpa/lby) – Nach langen Verhandlungen und zahlreichen Warnstreiks bekommen die Beschäftigten im bayerischen Groß- und Außenhandel mehr Geld. In der insgesamt fünften Verhandlungsrunde einigten sich die Parteien am späten Montagabend auf einen Tarifabschluss, wie sie am Dienstag mitteilten. Zum 1. Oktober steigen die Entgelte demnach um 3 Prozent, zum 1. April kommenden Jahres um weitere 1,7 Prozent. Die Laufzeit beträgt 24 Monate.

Verdi-Verhandlungsführer Thomas Gürlebeck sprach von einem «großen Schritt für den überfälligen Respekt und die überfällige Anerkennung». Insgesamt habe es mehr als 100 Aktionen im Laufe des Tarifkonflikts gegeben. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Frank Hurtmanns, sagte die Steigerung sei «für einige Unternehmen schmerzhaft». Dennoch zeige die Einigung, «dass die Tarifpartnerschaft auch in schwierigen Zeiten handlungs- und einigungsfähig ist».

Laut Arbeitgeberverband LGAD hat die Branche in Bayern rund 267.000 Beschäftigte. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi ist es bundesweit der erste Abschluss in der aktuellen Tarifrunde.

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