Mehr Gewalt gegen oberfränkische Polizei

Auch gegen oberfränkische Polizisten wird häufiger die Faust erhoben, aber nicht nur. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 100 Fälle mehr als im Vorjahr – der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen vor 10 Jahren. Trotz der Coronaregeln ereignen sich die meisten Übergriffe auf Wegen, Straßen und Plätzen. In 73 Fällen war die reine Anwesenheit von Polizisten schon Auslöser eines Übergriffs, ohne vorherigen Polizeieinsatz. In den meisten Fällen musste sich die Beamten gegen Schläge und Tritte wehren, aber auch mit Messern, Reizgas und Schusswaffen sahen sich die Polizisten konfrontiert. Über zwei Drittel der meist männlichen Angreifer waren betrunken oder hatten Drogen konsumiert.